Mittwoch, 24. Dezember 2014

Liebes Jesuskind, wir haben Dich zum Fressen gern ...

... wie der Ochse, der auf dem "Schmiedefenster" im Freiburger Münster zu sehen ist!


Unser alter Pfarrer hat in der Christmette darüber gepredigt. Er führte das Bild zurück auf Jesaja 1,3:
"Der Stier kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn - Israel erkennt nicht, mein Volk merkt nicht auf!"

Er meinte, das Tier erkannte, was für ein wundervolles Kind da in der Krippe lag. Der Ochse wollte es einfach zu sich und dem Esel heranziehen, nicht um es zu verletzen, sondern um es ganz nah bei sich zu haben. Er hätte eben das himmlische Kind zum Fressen gern! 
Wie schön! An Weihnachten sollten wir eben alle sehen und denken, wie die Kinder. Und wie der Herr Pfarrer auch noch sagte: Wie schön, wenn wir wie ein Glasfenster wären, durch das Gottes Licht scheint - auch auf die, die "nicht erkennen können" - und das von Gott, der auch ein wahrer Mensch wurde, erzählt. 
Gesegnete Weihnachten!

Sonntag, 9. November 2014

Das Pfadfindergebet ....


Westminster Psalter, Ritter


... es könnte auch das eines betenden Kreuzknappen sein! Danke für viele Links, Hinweise, Bilder, Videos, für Lustiges, Kritisches und Erbauliches an  unseren Kreuzknappen. Ihr Blog wird fehlen!

Das Pfadfindergebet

Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Seid bereit!
Dieses Wort ist mein Wahlspruch.
Allzeit bereit will ich sein und nach Deinem Beispiel handeln.
Wahr im Reden, verlässlich im Tun,
zu Deiner Kirche will ich halten und allen Menschen Bruder oder Schwester sein.
Bereit zu Verzeihen, selbstlos im Helfen, 
geduldig, wenn es schwierig wird.
Zeige mir meinen Weg und begleite mich auf dem Pfad, 
der zum Leben führt.
Dir will ich folgen und mein Bestes tun!
Hilf mir dazu und segne mich.

Amen



Quelle:




Sonntag, 12. Oktober 2014

Noch ein paar Nachzügler: Kreuze, Madonnen, eine Kapelle und eine Pieta in Pfälzer Landen


13. Kapelle Maria Himmelfahrt im Neuhöfer Tal nahe Trippstadt. Die Kapelle wurde von einem gewissen Jakob Nothof aus Dankbarkeit dafür errichtet, dass seine protestantische Frau katholisch wurde

14. die Muttergottes mädchenhaft und geschmückt in der Kapelle


und um ihren Sohn trauernd bei der Kapelle


15. Kruzifix in Bundenthal an der Wieslauter im malerischen Dahner Felsenland
Die Inschrift lautet: Jesu Christe/ für uns am Kreuz gestorben/ erbarme dich unser


16. und noch eines in Dahn selbst. Die Inschrift ist durch den Bewuchs davor nicht lesbar.


42. eine Madonna mit Kind, das die Weltkugel in den Händen hält, an einem Fachwerkhaus in Ramberg, einem Dorf im Pfälzer Wald nahe Annweiler am Trifels


41. Und zuletzt eines meiner absoluten Lieblingsbilder: ein Flurkreuz im Feld bei Rothselberg im Landkreis Kusel im Nordpfälzer Bergland. Kusel war ein Zentrum des Westpfälzer Wandermusikantentums, eines Wandergewerbes, das seine Blütezeit zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Ersten Weltkrieg hatte. In dieser Zeit zogen aus dem armen "Musikantenland" mehrere tausend Musikanten durch die gesamte Welt, um den Lebensunterhalt für ihre Familien zu verdienen.  Obwohl erst nach dieser Zeit in Kusel geboren, zählt auch Fritz Wunderlich noch zu der musikalischen Tradition dieser Gegend.


Montag, 6. Oktober 2014

Danke! Danke! Große Freude!



Da hat uns doch jemand Liebes für einen  "Schwester Robusta Sonderpreis" nominiert und wir haben ihn bekommen! Wir sagen von Herzen Danke für die große Ehre. Auch im Namen von unserem Papa, der noch dazu dieser Tage Geburtstag hatte.
Die Pimpfe und der Herr Alipius haben da wieder Erstaunliches vollbracht, und die Bloggergemeinschaft kräftig aufgemischt - ihr seid die Allercoolsten! 


Dienstag, 23. September 2014

Derzeit diesseits der Grenze: Kreuze und eine Kapelle in Trulben und Riedelberg

Nach all den Kreuzwegen der letzten Zeit, die uns vermutlich auch in Zukunft wieder begegnen werden, wird es mal wieder Zeit für ein paar Wegkreuze.



25. Wendelinuskapelle in Trulben
Trulben im Pirmasenser Land wird auch als "Tor zum Wasgau" bezeichnet, einer wunderschönen wald- und hügelreichen Landschaft in der Südpfalz.


26. An der Kapelle befindet sich dieses sehr schöne alte Kreuz zusammen mit zwei Figuren. Könnten die Reste eines Lothringer Kreuzes sein, die es in dieser Gegend auch gelegentlich gibt.


27. ein Fenster in der Kapelle, das dem hl. Wendelin gewidmet ist. Die Szene spielt auf die Legende an, dass der hl. Wendelin, der sich, obwohl gelehrt und aus königlichem Geschlecht stammend, für ein Leben in Armut und  Gebet entschieden hatte und auf der Suche nach einem geeigneten Ort in die Gegend von Blies und Saar kam. Dort wurde er in Unkenntnis seiner hohen Herkunft als Viehhirt angestellt . Später erbaute sein Dienstherr ihm eine Zelle in der Nähe der saarländischen Stadt St. Wendel, die nach ihm benannt ist.


28. in der Wendelinus-Kapelle


33. Lothringer Kreuz in Trulben, vermutlich das häufig ewähnte Kreuz mit Darstellung der Hubertus-Legende im Sockel. Leider ist das Sandsteinrelief so verwittert, dass das auf dem Foto nur schwer erkennbar ist.


29. schönes Kreuz in Riedelberg im Südwestpfalzkreis


30. noch ein Lothringer Kreuz mit Darstellung der heiligen Familie an der Kirche in Riedelberg


31. und noch eins, vermutlich ebenfalls an der Kirche und mit gleichem Motiv


32. gleich eine ganze Gruppe von Kreuzen in Riedelberg - leider ohne Hinweis auf ihren genauen Standort oder ihre Herkunft



Dienstag, 26. August 2014

Das Kreuz mit dem Eisregen und dem Eisenhut



Eisenhut


Meine Freundin, eine wunderbare, kreative und kluge Frau hatte ALS. Bei ihr war es eine seltenere Form, es begann mit der Sprache und mit den Händen. So wie der junge Mann im Video am Ende spricht, so war es bei ihr am Anfang schon. Sie konnte noch laufen, als sie schon längst von fast niemand mehr verstanden wurde, und schreiben konnte sie damals auch nicht mehr. Ich konnte mich, wenn auch mit Mühe, relativ lange noch mit ihr unterhalten, dabei ahnte ich mehr was sie sagen wollte, als ich es wörtlich verstand. Da sie schon älter war (Ende 50) und sich zuvor nie damit beschäftigt hatte, lernte sie auch nicht mehr richtig, mit dem PC umzugehen. Als sie nach ca. 6 Jahren, im Endstadium der Krankheit, einen Computer bekam und eine Brille, mit deren Hilfe sie hätte mit den Augen die Tastatur bedienen können, konnte sie den Kopf nicht mehr halten und war insgesamt zu sehr geschwächt. Ich habe das mal versucht mit dieser Brille, es war sehr sehr schwierig!
 Sie musste per Sonde ernährt werden und benötigte auch eine Heim- Beatmung. Wenn sie sehnsuchtsvoll versuchte, ein Stück aufgeweichten Marmorkuchen zu essen, war das eine Tortur, begleitet von furchtbaren Erstickungsanfällen. Natürlich musste sie gefüttert werden. Am schlimmsten war für sie, dass die Leute mit ihr sprachen, als wäre sie eine Idiotin. Weil sie eben nicht mehr verständlich reden konnte. Einmal hörte sie die Pflegerin, die von der  - übrigens wunderbaren und liebevollen -Tochter meiner Freundin eingestellt worden war, vor der Zimmertür zu dem Hund des Hauses sagen: "So, jetzt bringen wir der Oma ihr Freßchen" ... Das hatte die Frau sicher nicht so böse gemeint wie es klingt. Aber für meine Freundin war DAS eine eiskalte Dusche!
 Insofern ist es gut, dass mal aufmerksam gemacht wird auf die Krankheit. Und auch, dass Spenden fließen.
 Aber wohin gehen diese Spenden genau? Was wird erforscht? Wer setzt die Spenden wofür ein? Welche Methoden werden bei der Forschung angewendet? Das konnte ich noch nirgends lesen.
Wissen eigentlich alle, die sich mit Eiswasser begießen, was los ist oder ist es nur so super witzig? Cool???

Sie bekam mal Besuch von ehemaligen Tennispartnerinnen, meine Freundin. Da fragte eine der Frauen sie, wie sie das nur aushalten könne. An ihrer Stelle hätte schon längst ihrem Leben ein Ende gesetzt, meinte die Frau. So etwas zu erzählen dauerte sehr lange. Aber als ich verstanden hatte, was sie mir gesagt hat, konnte ich nicht widerstehen und fragte meinerseits: "Und was hast Du geantwortet?" Sie schwieg lang und suchte nach Lauten - Worte konnte man es nicht mehr nennen. Dann sagte sie, dass sie manches Mal, als sie noch laufen konnte, in ihrem Garten vor dem Eisenhut gestanden habe. "Was hat Dich gehindert?" fragte ich. Nach langem Mühen kam die Antwort: 
"Meine Moral". 
Das vergesse ich nie. Ich weiß, was sie sagen wollte. Es gibt immer einen Grund, das Leben hoch zu schätzen.
Wenn ihr einen Menschen trefft, der aus welchem Grund auch immer behindert ist, behandelt ihn als das was er ist: Als gleichwertigen Menschen! Das ist am wichtigsten, lasst ihn oder sie nicht im Eisregen stehen!
Und vergesst nicht, für denjenigen zu beten. Wegen der Moral, um Gottes willen!

Montag, 25. August 2014

Ein dringender Appell des Ordensmeisters der Predigerbrüder an alle Regierenden und die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen



Excellencies,
None of us can feel untouched by what is happening in Iraq at the moment. What we see happening there is screaming out for solidarity and a coordinated response to stop the extreme violation of human rights against defenceless minority groups who are deprived of their basic human dignity. This is violating International Humanitarian Law and is a crime against humanity. Our own brothers and sisters are among these people who continuously keep us informed of their terrifying plight. The perpetrators are posing a serious threat not only to all the people of Iraq and of all its neighbouring countries but to all of us, as they represent a mind-set and approach to life that, if successful, will attract many more adherents who can imperil any state. While the conflict appears to be about religion, in fact it has nothing to do with religion as God is a God of life and not of death.
We are blessed to have a forum such as the United Nations where commitment exists to build a harmonious and peaceful world. However, many people in fragile situations have become cynical of its operation when their cries for help and protection fall on deaf ears. This current crisis can be an opportunity to break out of a mentality focused only on “our own national interests” to one focused on ensuring the preservation of life and human dignity of every single human being regardless of race, ethnic origin, religion, or any other identity.
We commend the efforts of those countries that are responding to the security and humanitarian needs of the fleeing people of Iraq. However, this is still not enough to ensure their survival. When a state does not have the capacity to control brutal levels of violence that the world agrees needs to be stopped (as is the case now in Iraq), then the international community has an obligation to intervene to remove the capacity of the perpetrators of that violence.
In the light of this, we call upon you and all the Member States of the United Nations
  • to be seized of this crisis in Iraq today and to ensure the immediate deployment of specialist military units from as many countries as possible that have the necessary capacity to stop the ethnic and sectarian cleansing taking place, to ensure the safe return of the refugees to their homes and to bring the perpetrators to justice.
  • to stop the provision of any arms to the perpetrators and to sanction those who continue to provide arms to them.
  • to respond immediately to defuse the humanitarian crisis currently escalating.
  • to protect the persecuted members of minority groups and, according to International Humanitarian Law, to grant them asylum without delay.
  • to put in place immediately conditions for dialogue and peace talks that include all sectors of the society.
We hope and pray that you and your governments will answer to this urgent call.
Fr Bruno Cadoré OP
Master of the Dominican Order (Order of Preachers)
(14 August 2014)
 Issued by Fr Mike Deeb OP, Permanent Delegate of the Dominican Order to the United Nations. Enquiries to mike.deeb@un.op.org

Leider habe ich  nicht die Zeit, diese Texte zu übersetzen - aber ich vertraue darauf, dass sie sich trotzdem verbreiten