| aus dem tridentinischen Messbuch |
„Der Herr hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe, als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte, da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Freude an den Menschenkindern.“
Quelle: hier
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| Altarraum der Maria Schutz Kirche in Kaiserslautern |
Heute, wenn ich den oben zitierten Text aus dem Buch der Sprichwörter,( 8, 22-31) lese, sehe ich diese herrliche Allmutter vor mir und staune darüber, dass sie ein Kind war, das vor Gott spielte. Und es noch immer ist. So wie ich immer noch den heimlichen Wunsch habe, im Beichtstuhl auf dem Knie-Bänkchen zu sitzen und aus dieser kindlichen Warte den Gottesdienst zu verfolgen!
In Erinnerung an unsere Eltern und an das Gefühl, ein Kind zu sein, wie auch die Mutter Gottes es war und ist, stelle ich dieses schöne Lied hier ein - zum Festtag Mariä Geburt!
