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Freitag, 6. Januar 2012

Kreuze, Heiligenfiguren und Kapellen in Göcklingen, Eschbach, Steinweiler, Rohrbach, Klingenmünster



Im letzten Teil von Album 6 werden einige neue Orte südlich von Landau erkundet. Diese Region scheint reich an besonders schönen Kreuzen zu sein.

13. Muttergottes mit Sternenkranz, Lilie und Schlange über dem Eingangsportal der Pfarrkirche St Laurentius in Göcklingen

14. betender Christus bei der Kirche in Göcklingen

15. Kreuz am nördlichen Rand von Göcklingen

36. Kapellchen ebenfalls am nördlichen Rand von Göcklingen, die "Feldkapelle". Sie steht rechts vom Friedhofstor und stand sicher, als sie erbaut wurde, im freien Feld. Das war 1717. Gebaut hat sie der aus den Niederlanden zugewanderte "Thylman", später "Dillmann". Da er einer der wenigen war, der lesen und schreiben konnte, wurde er der "Schultheiß" des Dorfes.

16. und eine bildschöne Madonna mit Kind darin

17. bei der Kirche in Göcklingen

18. interessantes Kreuz bei der Kirche St. Martin in Steinweiler (die übrigens auch innen sehr schön ist, Rundgang über den Link!)
Inschrift:
Weder Holz/noch Stein betten wir an/nur Jesum der gestorben/daran An (?) 1866
Im Stamm ist noch eine Inschrift, die auf den Foto aber nicht vollständig lesbar ist

19. und noch ein schönes Kreuz bei der Kirche in Rohrbach

20. an der L508 südlich von Eschbach

21. Christkönig am nordöstlichen Ortsrand von Eschbach
wunderschön!

22. Erzengel Michael über dem Kirchenportal in Eschbach. Er wacht über die Sicherheit der Kirchenbesucher. Diese Figur entstand 1832, als die Kirche erbaut wurde.

23. schicke Muttergottes in Eschbach.

erkennbar an der Schlange, die ein bisschen frustriert aussieht, oder?
Die Immaculata und der Hl. Nepomuk (s.unten) stehen rechts und links vom Eingang der Kirche

24. hl. Johannes Nepomuk in Eschbach
Die Bewohner des Ortes gelobten die Errichtung der Figur, als am 2.Juni 1765 nach sintflutartigen Regenfällen eine Überschwemmung den Ort bedrohte.
In deutscher Sprache sind folgende Verse in den Sockel eingehauen:
Wer ihn verehrt und rufet an,
was er verlangt erhalten kann
den guten Nahm, verlornes Gut
und Ehr er wieder bringen thut.
Wer auf Johannis Hilf vertraut,
hat auf gantz sichern Grund gebaut,
drum las uns alle zu ihm gehn,
er wird uns gantz hilfreich beystehn.
Mein Christ, steh auf, eyl und begehr,
der ist von Gott gesendet her,
da? er durch seine reiche Hand
von dir abwende Spott und Schand.
(s. Weinmann, Kultmale der Pfalz, 1975)


25. am nordöstlichen Ortsausgang von Eschbach

26. schönes Kreuz nördlich von Eschbach

37. in den Weinbergen östlich von Eschbach

38. ebenfalls in den Weinbergen nordöstlich von 37

39. Kapelle auf der kleinen Kalmit, dem heiligen Michael und dem heiligen Donatus geweiht.

40. kleine Kapelle am Parkplatz zur Madenburg, das "Bildhäusel".

41. und eine Pieta in dieser Kapelle. Diese ist eine Kopie. Das Original befindet sich in der Kirche St. Ludwig. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Dienstag, 3. Januar 2012

Danke für den Hinweis!

Zum unten gezeigten Bild bekamen wir Hilfe, und zwar durch den Heimatforscher Rudolf Wild ( siehe nebenstehende Linkliste). Er sandte einen Artikel aus dem PILGER, der Bistumszeitung des Bistums Speyer!



Das Blutwunder von Walldürn

 Ein Hausbild in Diedesfeld


Wenn wir in Diedesfeld durch die Kreuzstraße gehen, bleiben wir überrascht vor einem Hoftor stehen. Auf einem häßlichen Eisenträger, der das Tor überspannt, sitzt ein gewichtiges Sandsteinrelief, das unser Interesse erregt. Es stellt die Heilige Dreifaltigkeit dar.
Sinnbilder und Bilder der Dreifaltigkeit sind sehr alt. Schon im Mittelalter kennt man die Darstellung des bärtigen Vatergottes, der den Sohn, zumeist mit dem Kreuz, hält, verbunden mit der Geisttaube. Dieser sogenannte „Gnadenstuhl", wie ihn auch Dürer gestaltet hat, ist am Ausgang des Mittelalters Gegenstand vieler Werke der bildenden Kunst. Im Barock wird das Thema wieder freudig aufgegriffen. Ich erinnere nur an die zahlreichen Dreifaltigkeitssäulen (Pestsäulen) im süddeutschen Sprachraum.
Recht eigenartig ist jedoch diese Diedesfelder Dreifaltigkeitsdarstellung. Die Gruppe überragt Gottvater, vor dessen Brust die Geisttaube schwebt. Zwei flankierende Putten halten ein Tüchlein, das ein sonderbares Bild des Sohnes zeigt. Die ganze figürliche Szenerie wird durch Wolken zu einem Block zusammengebaut, aus dem noch zwei Engelsköpfchen lugen. Getragen wird das Kultbild von einem geschweiften, mit Laubwerk gezierten Sockel, wie ihn die Barockzeit liebte.
Das von den Engeln ausgebreitete Tüchlein stellt ein Korporale dar. In der Mittelachse schwebt der Gekreuzigte ohne Kreuz, rechts unten liegt ein umgestürzter Kelch, dessen Blutbahnen in elf dornengekrönten Häuptern enden. Vier Häupter sind über den ausgebreiteten Armen Christi angeordnet, vier bzw. drei sind seitlich des Leibes zu sehen.
Dieses Diedesfelder Kultbild zeigt das Gnadenbild von Walldürn: die Darstellung des Blutwunders. Es wurde schon vor dem Jahr 1600 in diesem Korporale fixiert, nachdem der Kult schon nach 1400 nachzuweisen ist (W. Brückner). Andachtsbildchen mögen dem pfälzischen Bildhauer als Vorlage gedient haben.
In Franken treffen wir viele Bildstöcke mit dem Motiv eines Gnadenbildes, besonders die Abbildung dieses Blutwunders und die 14 Nothelfer. Walldürn und Vierzehnheiligen sind bis auf den heutigen Tag die bedeutendsten Wallfahrtsorte dieses Raumes. Auch für die Vorderpfalz war Walldürn schon immer ein gern besuchtes Wallfahrtsziel. Unser Hausbild in Diedesfeld beweist, daß dies vor über 200 Jahren schon so war. In Franken hat man kultgeographische Untersuchungen durchgeführt, die bis in die Oberpfalz und nach Hessen (Fulda) führen. Man hat neben fast 400 Vierzehnnothelfer-Bildstöcken 114 des Walldürner Blutwunders in diesem Raum registriert. In der Pfalz ist dieses Hausbild ein einmaliges Kultmal.
Text und Foto:  Fred Weinmann in:  Kultmale unserer Heimat, in: Der Pilger, 126. Jg., Nr. 42 - S. 1294, 21.10.1973
vgl. Hausfiguren der Pfalz, Kaiserslautern 1989 (S. 46)

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Kreuze, Heiligenfiguren und Bildstöcke in Diedesfeld, Maikammer, Dernbach, Gleisweiler, Edesheim, Hainfeld


7. eine eigenartige Hausfigur in Diedesfeld
Zwei Engel oder Putten halten bzw entrollen ein Tuch, auf dem plastisch der Gekreuzigte und 11 Köpfe abgebildet sind. Am unteren Rand des Tuchs befindet sich ein liegender Kelch, aus dem eine Flüssigkeit herausfließt und zu einigen der Köpfe hin. Oder ist es umgekehrt? Darüber thront eine Figur, die Gottvater darstellen könnte.
Was mag das sein? Einerseits erinnert es an die Dreifaltigkeit, aber wo ist dann der hl. Geist. Da das Bild stark verwittert ist, ist er vielleicht nicht mehr erkennbar. Der Gekreuzigte mit dem liegenden Kelch erinnert andererseits an einige Darstellungen der Gregorsmesse. Da ist der liegende Kelch aber (noch) leer. Und was sind die elf Köpfe? Die nach der Kreuzigung übrigen Apostel? Kann jemand helfen?

8. Muttergottes an einer Hauswand in Maikammer

9. Dernbach

10. Fünfwundenkreuz mit Hahn und Leidenswerkzeugen in Edesheim

11. und noch eins ebenfalls in Edesheim mit rätselhafter Inschrift. Vermutlich war auch mal was in der Nische

12. noch ein Fünfwundenkreuz in Hainfeld

30. auf dem Friedhof in Maikammer

33. Kreuz auf einem Priestergrab in St. Martin
Inschrift:
Hier/ruht in Gott/der Hochwürdigste Herr/Jakob Schäfer/Päpstlicher Hausprälat/Bischöfl. geistl. Rat/Dekan des Landkapitels Landau/23 Jahre Pfarrer in St. Martin/geb. in ? 22. Nov. 1833/gest. in St. Martin 18. Dez. 1908/Requiescat in pace/errichtet von seinen/dankb. (?) Pfarrkindern

35. Gleisweiler, im Hainbachtal
Inschrift:
GOTT/PRÜFT/DIE/SEINEN/IN DER/KELTER/DES/LEBENS
- ein aus naheliegenden Gründen beliebtes Motiv an der Weinstraße

42. gotischer Bildstock bei Gleisweiler
Bildunterschrift zu diesem Foto:
"zum Gedenken an ein Schlacht zwischen verschiedenen Gemeinden um Weiderechte"
Möglicherweise handelt es sich um eine Inschrift auf dem Sockel des Bildstocks oder um eine Auskunft, die der Fotograf anderweitig erhielt.
Die Auseinandersetzung, mit Winzermessern (Seseln) geführt und deshalb Seselschlacht genannt, soll einer Sage nach wirklich stattgefunden haben.


Kreuze und Heiligenfiguren in Meckenheim, Rödersheim, Niederkirchen, Hanhofen, Harthausen

27. Hanhofen westlich von Speyer
Hl. Johannes Nepomuk


28. Kreuzigungsgruppe zwischen Hanhofen und Harthausen

29. Madonna als Teil eines Kriegerdenkmals in Harthausen westlich von Speyer

31. auf dem Friedhof in Meckenheim

32. Rödersheim an der Kirche St. Leo der Große
Inschrift:
Jesus Christus/für uns am Kreuz gestorben/erbarme dich unser
darunter evtl.
Gesetzt von der Gemeinde/Rödersheim/unter Papst Pius IX...?

34. Niederkirchen

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Dörfer im Wald - Kreuze und Heiligenfiguren in Speyerbrunn, Elmstein, Erfenstein, Esthal

1. Speyerbrunn
der gute Hirte? Hl. Jakobus?

2. Elmstein
Inschrift auf dem Foto nicht lesbar

3. Mondsichelmadonna hinter Glas in Elmstein

4. Erfenstein
Inschrift: Im Kreuz ist Heil

5. Esthal, am Friedhof

6. Esthal, im Friedhof

Das sechste Album


Auch im sechsten Album finden wir eine bunte Mischung von schon bekannten aber auch neuen Standorten von Kleindenkmälern vor. Erstaunlich, wie oft man offenbar z.B. Maikammer und seine Nachbarorte besuchen und immer noch eine neue Figur oder ein neues Kreuz entdecken kann. Zum ersten Mal finden sich in Album 6 auch Fotos von Kapellen. Vorangestellt ist das obige Zitat von Edith Stein.