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Sonntag, 12. August 2012

Heute im Stift Neuburg

Heute trafen wir uns zu einem Familienfest  im sogenannten Klosterhof Neuburg, der von den Pächtern der Abtei Neuburg (im Volksmund nur das Stift genannt) betrieben wird. Hier einige Impressionen vom Hof und der wunderschön renovierten kleinen Abteikirche, "gesehen" von zwei Kameras.


Der König des Klosterhofs


Herr der Ziegen


Da hat jemand vor Schreck seine Socken verloren ... oder sie 
aus Ehrfurcht vor dem König ausgezogen


Der hl. Benedikt an der Klosterpforte


und der Wahlspruch seines Ordens
"Crux sacra sit mihi lux - non draco sit mihi dux" 
"Es sei das heil'ge Kreuz mir Licht - der Drache sei mein Führer nicht"

Das renovierte Abteikirchlein, vorher im typischen Charme der späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre mit Wohnzimmerlampen überrascht jetzt mit immer neuem Spiel des Lichts in den neuen farbigen Fenstern. Noch schöner als an einem so strahlenden Sommernachmittag wie heute ist es an einem Wintertag, wenn die fahle Sonne sich in den Fenstern bricht - schlicht schön!


Der Altarraum. Der Altar ist aus Teilen zweier früherer Seitenaltäre gefertigt worden., umkleidet mit einem rostigen Stahlmantel, der auf der Innenseite mit Weißgold belegt ist. Abt Heereman schreibt dazu: "Dies ist Ausdruck unserer Verehrung. In ihr kommt die Kostbarkeit und Würde des Altares noch einmal besonders zur Geltung."
Die Fenster im Altarraum blieben erhalten, so wie sie bisher waren - vor fünfzig Jahren von Valentin Feuerstein gestaltet.  An der Decke über dem Kirchenschiff befindet sich eine Botschaft, die wir leider nicht fotografieren konnten: "Terribilis est locus iste; hic domus Dei est et porta caeli" - "Ehrfurctsgebietend ist dieser Ort: Hier ist das Haus Gottes und das Tor zum Himmel."  (aus der Broschüre zur Kirche von Abt Franziskus Heereman, OSB.

"Wer diese Kirche betritt, wird wenig erleben, was ihn ablenkt.  Der Raum will zur Begegnung mit Gott und mit sich selbst einladen."  (Abt Franziskus Heereman OSB)

Der Boden ist aus Douglasienholz aus dem Heidelberger Stadtwald

Spiel der Farben am Boden


an einer Kirchenbank


am Boden


an einer Kirchenbank


am Boden


noch mehr davon
zum Beispiel hier



Nein, das ist nicht eins der Fenster sondern sein Widerschein auf der Orgelempore!


Aber hier ist eines der Fenster. Die Künstlerin Maria Theresia von Fürstenberg hat Farben und Struktur der bestehenden Fenster aufgegriffen. Alle neuen Fenster haben in der Mitte ein weißes Feld. Es steht in Kontrast zu dem Glas, das es umfasst. "Inmitten der leuchtenden Pracht deutet es auf das ungeschaffene Licht  hin , aus dem alle Farben der Schöpfung hervorgehen". (nach dem Text der Broschüre zur Kirche, von Abt Franziskus Heereman OSB)


Muttergottes aus dem 15.ten Jahrhundert in der kleinen Seitenkapelle,
die dem hl. Bartholomäus, 
dem Patron der Abtei gewidmet ist


Fenster in der Seitenkapelle

Auch hier bricht sich das farbige Licht von den (hier wie im Altarrraum) alten Fenstern


Diesen Ausschnitt hat mein Mac selbstätig erstellt ... darf der das eigentlich?


Detail an dem Mauerrest im Klostergarten einem Ort der Stille und der Besinnung

Beim Verlassen der Kirche fällt der Blick auf diese Pieta  an der Grenzmauer des Gartens.