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Dienstag, 23. September 2014

Derzeit diesseits der Grenze: Kreuze und eine Kapelle in Trulben und Riedelberg

Nach all den Kreuzwegen der letzten Zeit, die uns vermutlich auch in Zukunft wieder begegnen werden, wird es mal wieder Zeit für ein paar Wegkreuze.



25. Wendelinuskapelle in Trulben
Trulben im Pirmasenser Land wird auch als "Tor zum Wasgau" bezeichnet, einer wunderschönen wald- und hügelreichen Landschaft in der Südpfalz.


26. An der Kapelle befindet sich dieses sehr schöne alte Kreuz zusammen mit zwei Figuren. Könnten die Reste eines Lothringer Kreuzes sein, die es in dieser Gegend auch gelegentlich gibt.


27. ein Fenster in der Kapelle, das dem hl. Wendelin gewidmet ist. Die Szene spielt auf die Legende an, dass der hl. Wendelin, der sich, obwohl gelehrt und aus königlichem Geschlecht stammend, für ein Leben in Armut und  Gebet entschieden hatte und auf der Suche nach einem geeigneten Ort in die Gegend von Blies und Saar kam. Dort wurde er in Unkenntnis seiner hohen Herkunft als Viehhirt angestellt . Später erbaute sein Dienstherr ihm eine Zelle in der Nähe der saarländischen Stadt St. Wendel, die nach ihm benannt ist.


28. in der Wendelinus-Kapelle


33. Lothringer Kreuz in Trulben, vermutlich das häufig ewähnte Kreuz mit Darstellung der Hubertus-Legende im Sockel. Leider ist das Sandsteinrelief so verwittert, dass das auf dem Foto nur schwer erkennbar ist.


29. schönes Kreuz in Riedelberg im Südwestpfalzkreis


30. noch ein Lothringer Kreuz mit Darstellung der heiligen Familie an der Kirche in Riedelberg


31. und noch eins, vermutlich ebenfalls an der Kirche und mit gleichem Motiv


32. gleich eine ganze Gruppe von Kreuzen in Riedelberg - leider ohne Hinweis auf ihren genauen Standort oder ihre Herkunft



Sonntag, 20. Oktober 2013

Back to business as usual: Lothringer Kreuze auch in Lothringen gesichtet



Während im letzten Beitrag zu Album 16 die "Lothringer Kreuze" auf der südwestpfälzischen Seite der deutsch-französischen Grenze vorgestellt wurden, kommen jetzt einige auf der lothringischen Seite zu ihrem Recht.


25. Das erste befindet sich in Walschbronn und ist zwar vom Standort her ein Lothringer Kreuz, aber nicht vom Typus her. Eigentlich ist es "nur" ein Fragment, aber ein besonders beeindruckendes. Walschbronn hat heute nur wenig mehr als 500 Einwohner, war aber im Mittelalter ein bedeutender Badeort. Leider ist nicht näher bezeichnet, wo das Corpusfragment hängt. Möglicherweise an der Dorfkirche?


26. Ein sehr schönes Lothringer Kreuz auf dem Friedhof in Walschbronn


27. Eine etwas einfachere Version neueren Datums, ebenfalls in Walschbronn. Inschrift: 
Errichtet zur Ehre Gottes
durch die Eheleute 
Oscar RETHER
Lina DURTHALER


28. Dieses liebevoll gepflegte Kreuz steht in Waldhouse, einer Gemeinde mit ca 390 Einwohnern.


29. Ein ganz besonders schönes und reich geschmücktes Exemplar vom Typus Lothringer Kreuz in Bousseviller.  Erstaunlicherweise ist darüber nichts Näheres in Erfahrung zu bringen. Der Stamm trägt ganz oben evtl Gottvater und unter dem Korpus evtl. ein Halbrelief des hl. Geistes in Gestalt einer Taube und außerdem die Leidenswerkzeuge. Auf dem Sockel stehen drei weibliche Figuren, von denen die mittlere eine weinende Frau, vermutlich die Gottesmutter darstellt, die wie häufig bei den Lothringer Kreuzen auf einem "Kissen" aus kleinen Wölkchen kniet. Ich nehme an, daran erkennt man die Heiligen. Die beiden anderen kann ich nicht identifizieren. Ganz unten sind zwei weitere Figuren im Halbrelief zu erkennen, möglicherweise die Stifter. Drauf bezieht sich wohl auch die Inschrift, die die Namen Johannes und Barbara nennt



30. Auch dieses Kreuz steht in Waldhouse. Ich bin nicht sicher, ob Sockel und Kreuz zusammengehören.


31a) Ähnliches gilt für dieses Lothringer Kreuz, ebenfalls in Waldhouse. Entweder gehören Sockel und Kreuz nicht zusammen oder einer der beiden Teile ist kürzlich renoviert worden und der andere nicht. Das Gesicht des Heilands scheint beschädigt oder zerstört zu sein.


31b) Dieses schöne Kreuz steht in Hanviller. Leider konnte ich darüber nichts weiter finden. In Lothringen scheint man die Kleindenkmale noch nicht so oft zu dokumentieren, zu fotografieren oder zu erwähnen, wie das diesseits der Grenze der Fall ist.

Samstag, 21. September 2013

In der Südwestpfalz: Lothringer Kreuze in Eppenbrunn, Schweix, Trulben, Hilst


11. Selbst vor der nichtssagendsten Fassade ist Platz für ein schönes Kreuz. Oder wars umgekehrt? Gut, dass das alte Kreuz von 1747 in Eppenbrunn nicht der Neubebauung weichen musste.
Ich vermute, es befindet sich in der Talstraße und wäre dann das älteste von acht Lothringer Kreuzen, die es in und um Eppenbrunn gibt. Hier findet man folgenden Eintrag:

Lothringer Kreuze


um Eppenbrunn, Kröppen und Trulben 

Die Lothringer Kreuze haben ihren Ursprung im Bitscher Land und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei. Es befinden sich insgesamt acht solcher Kreuze in Eppenbrunn, Kröppen und Trulben. Das älteste befindet sich in Eppenbrunn in der Talstraße und ist aus dem Jahr 1747. Auf dem Lothringer Kreuz in Trulben ist z. B. eine sehr schöne Darstellung der Hubertus-Legende in Sandstein zu sehen.




12. Vermutlich gehören auch dieses und die nächsten beiden Kreuz in Schweix ebenso wie etliche andere Kreuze in diesem Eintrag zum Typus der Lothringer Kreuze. In Schweix sind insgesamt vier verzeichnet, drei davon in der Ringstraße. Ursprünglich waren diese Kreuze, die ab dem 18. Jahrhundert entstanden sind, farbig gefasst. Meist sind Kreuz und Korpus aus einem einzigen Stein  und die anderen Figuren im Halbrelief gearbeitet. Leider ging die bunte Bemalung in vielen Fällen mit der Zeit verloren und wurde, dem gegenwärtigen Zeitgeschmack entsprechend, auch bei Restaurationen bedauerlicherweise nicht wieder hergestellt.


13. Dieses Kreuz trägt eine Inschrift, von der auf dem Foto nur "Crux" und  vielleicht "Spes" zu erkennen ist. Vielleicht handelt es sich um die häufige Kreuzinschrift "Ave crux spes unica".


14. Dieses Kreuz ist mit der Jahreszahl 1821 bezeichnet, es ist also wahrscheinlich das bei der Friedhofstr. 11. Es trägt außerdem die Inschrift: Errichtet durch Franz Kölfer oder Köster (?). Eine der Figuren im Schaft trägt ein Kreuz über der Schulter; die andere stellt eine weinende Frau dar.


15. Dieses Kreuz steht ebenfalls in Schweix und hat wohl schon bessere Zeiten gesehen. Vielleicht ist es das vierte Lothringer Kreuz in Schweix und hat seine Relieffiguren verloren. Zwei verwitterte Puttenköpfe sind noch zu sehen.


16. Auch Hilst hat ein schönes Lothringer Kreuz aufzuweisen


21. Sieht so aus, als sei das der Rest eines Kreuzes bzw der Sockel oder Schaft mit den Heiligenfiguren, von dem das Kreuz entfernt oder zerstört wurde. Unter der oberen Figur, die wohl die Muttergottes darstellt steht U.M.V.L. Was kann das bedeuten? Die untere Figur ist mit Hl. Joseph bezeichnet. Die Inschrift ganz unten lautet: Errichtet aus Dankbarkeit von der Familie Petr. Gerlach. Her mein Jesus. Barmherzigkeit


22. Ein weiteres Lothringer Kreuz in Trulben. Die Inschrift ist auf dem Foto leider nicht lesbar.


23. Vermutlich der Rest eines Lothringer Kreuzes, ebenfalls in Trulben mit zwei schönen Heiligenfiguren mit Strahlenkranz. Die Heiligen auf den Schäften dieser Kreuze scheinen oft auf Wolkenkissen zu stehen.


24. Dieses ursprünglich wohl besonders schöne Lothringer Kreuz steht zwischen Trulben und Kröppen. Der Korpus ist zerschlagen! Über dieses Kreuz gibt es einen kleinen Youtube-Eintrag.



Die Inschrift ist auf dem Foto leider nicht lesbar.