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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Liebes Jesuskind, wir haben Dich zum Fressen gern ...

... wie der Ochse, der auf dem "Schmiedefenster" im Freiburger Münster zu sehen ist!


Unser alter Pfarrer hat in der Christmette darüber gepredigt. Er führte das Bild zurück auf Jesaja 1,3:
"Der Stier kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn - Israel erkennt nicht, mein Volk merkt nicht auf!"

Er meinte, das Tier erkannte, was für ein wundervolles Kind da in der Krippe lag. Der Ochse wollte es einfach zu sich und dem Esel heranziehen, nicht um es zu verletzen, sondern um es ganz nah bei sich zu haben. Er hätte eben das himmlische Kind zum Fressen gern! 
Wie schön! An Weihnachten sollten wir eben alle sehen und denken, wie die Kinder. Und wie der Herr Pfarrer auch noch sagte: Wie schön, wenn wir wie ein Glasfenster wären, durch das Gottes Licht scheint - auch auf die, die "nicht erkennen können" - und das von Gott, der auch ein wahrer Mensch wurde, erzählt. 
Gesegnete Weihnachten!

Montag, 1. April 2013

Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden (Außerhalb Emmaus)

"Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er mit uns redete?"


Fenster in der St. Martinskirche in Kaiserslautern



Ein weiteres Fenster dieser Kirche mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin, Bischof von Tours.
 Als ich es vor vielen Jahren das erste Mal bewusst betrachtete, dachte ich zunächst, es gehe um das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu.
 Heute durchsuchte ich die Bilder von Papa und hoffte eines zu finden, das ich zum Ostermontag und zum "Emmaus - Evangelium" einstellen könnte. Leider konnte ich keins entdecken, so auf die Schnelle. In meinen Dateien sah ich aber das Foto des Rundfensters in der Martinskirche und fand es schön für die Worte:" Brannte uns nicht das Herz ...."(Lukas 24,32)
Anschließend grübelte ich über dieses "Martinsfenster" neben dem Eingang der Kirche nach. Ich fand, dass gerade die letzte Bilderreihe, die den Tod des Hl. Martin zeigt, sehr an die Auferstehung Jesu erinnert. Und an die Begegnung Jesu mit den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. (Ich wollte halt so gerne was finden!)



 Ja, von St.Martin wird ja auch berichtet, dass seine Seele in den Himmel aufgenommen wurde, und Menschen, die gar nicht dabei waren, erfuhren davon zur selben Stunde, als er starb.
Vielleicht lieben wir daher die Heiligen so sehr, und die Geschichten über sie, weil sie uns das Leben, Sterben und die Auferstehung Christi widerspiegeln, immer und immer wieder. Er bleibt bei uns, auch wenn es Abend werden will!

Und so kommt es, dass an dieser Stelle ein Post über Emmaus steht - und doch


Außerhalb Emmaus’

                                   Was red ich
                                   mit wem geh ich
                                   wer gesellt sich hinzu
                                   bleibt in der Neige des Tags

                                   Was hält mir die Augen
                                   verschlossen
                                   über welche Zeichen seh ich hinweg

                                   Aufstehn möchte ich
                                   zur selben Stunde
                                   denn brennt nicht
                                   mein Herz
                                                                                  Christoph Kuhn


Quelle:Lyrikband von Christoph Kuhn; "kein tagesthema", Verlag Christoph Hille, Dresden 2003