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Samstag, 2. Mai 2015

Im deutsch-französischen Grenzgebiet: Kreuze in Riedelberg, Eppenbrunn, Hilst, Liederschiedt



Endlich gehts weiter mit Album 19 und zwar mit dem sogenannten "südlichen Teil", der viele Fotos von Kreuzen im pfälzisch-lothringischen Grenzgebiet enthält.


35. Friedhofskreuz in Riedelberg südöstlich von Pimasens mit einer ungewöhnlichen Hirtenszene im Sockel


15. ein prächtiges, wenn auch leicht windschiefes Lothringer Kreuz in Eppenbrunn nahe der französischen Grenze, wo der Pfälzer Wald in die Vogesen übergeht. Es ist reich geschmückt mit zwei Heiligen (Johannes und Maria?), zwei Pelikanen, die sich die Brustfedern ausreißen, dem heiligen Geist als Taube und einem Totenkopf mit gekreuzten Knochen. Inschrift im Sockel unter Jahreszahl 1820: Dieses Creutz hat auf Richten Lassen zu der ehre gottes: Jacob Rühl (?) und seine ehefrau Regina Mauer


16a. ein einfaches verwittertes Sandsteinkreuz mit zwei Sockelfiguren in Hilst, das ebenfalls an der deutsch-französischen Grenze gelegen ist.


16b. auch dieses Kreuz steht in oder bei Hilst. Leider ist es nur von der Seite fotografiert, so dass weder  die Figur im Halbrelief, der der Kopf zu fehlen scheint, noch die Inschrift zu erkennen sind.


17. das sogenannte "Hilster  Kreuz" das reich verziert ist - die muschelförmigen Ornamente an den Enden des Kreuzes sehen ein bisschen wie Brezeln aus. Das Kreuz wurde 1896 zur Ehre Gottes von Johannes Mistler und seiner Ehefrau Adelheid errichtet, wie die Inschrift verrät. Darunter steht im Sockel: Alle, die ihr vorübergeht, seht ob ein Schmerz gleicht meinem Schmerze.


18. Dieses schöne Kreuz steht eingezäunt in Liederschiedt im äußersten Nordosten Lothringens, einer Gemeinde mit nur wenig mehr als 130 Einwohnern.


19a. Trotz seiner geringen Größe besitzt Liederschiedt eine beträchtliche Anzahl von Wegkreuzen. Leider ist die Inschrift von diesem hier auf dem Foto nicht lesbar.


19b. auch dieses Kreuz steht in oder bei Liederschiedt, liebevoll mit einem Zäunchen eingehegt und geschützt mit einem Dächlein.


20. noch ein Kreuz bei Liederschiedt am Ortsrand. Es trägt die Inschrift: Errichtet zur Ehre Gottes durch die Eheleute Hener  --- Wagner


21. und noch ein letztes wohl recht altes Kreuz in der Nähe von Liederscheidt - leider beschädigt, aber gerade deshalb besonders eindrucksvoll  

Samstag, 21. September 2013

In der Südwestpfalz: Lothringer Kreuze in Eppenbrunn, Schweix, Trulben, Hilst


11. Selbst vor der nichtssagendsten Fassade ist Platz für ein schönes Kreuz. Oder wars umgekehrt? Gut, dass das alte Kreuz von 1747 in Eppenbrunn nicht der Neubebauung weichen musste.
Ich vermute, es befindet sich in der Talstraße und wäre dann das älteste von acht Lothringer Kreuzen, die es in und um Eppenbrunn gibt. Hier findet man folgenden Eintrag:

Lothringer Kreuze


um Eppenbrunn, Kröppen und Trulben 

Die Lothringer Kreuze haben ihren Ursprung im Bitscher Land und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei. Es befinden sich insgesamt acht solcher Kreuze in Eppenbrunn, Kröppen und Trulben. Das älteste befindet sich in Eppenbrunn in der Talstraße und ist aus dem Jahr 1747. Auf dem Lothringer Kreuz in Trulben ist z. B. eine sehr schöne Darstellung der Hubertus-Legende in Sandstein zu sehen.




12. Vermutlich gehören auch dieses und die nächsten beiden Kreuz in Schweix ebenso wie etliche andere Kreuze in diesem Eintrag zum Typus der Lothringer Kreuze. In Schweix sind insgesamt vier verzeichnet, drei davon in der Ringstraße. Ursprünglich waren diese Kreuze, die ab dem 18. Jahrhundert entstanden sind, farbig gefasst. Meist sind Kreuz und Korpus aus einem einzigen Stein  und die anderen Figuren im Halbrelief gearbeitet. Leider ging die bunte Bemalung in vielen Fällen mit der Zeit verloren und wurde, dem gegenwärtigen Zeitgeschmack entsprechend, auch bei Restaurationen bedauerlicherweise nicht wieder hergestellt.


13. Dieses Kreuz trägt eine Inschrift, von der auf dem Foto nur "Crux" und  vielleicht "Spes" zu erkennen ist. Vielleicht handelt es sich um die häufige Kreuzinschrift "Ave crux spes unica".


14. Dieses Kreuz ist mit der Jahreszahl 1821 bezeichnet, es ist also wahrscheinlich das bei der Friedhofstr. 11. Es trägt außerdem die Inschrift: Errichtet durch Franz Kölfer oder Köster (?). Eine der Figuren im Schaft trägt ein Kreuz über der Schulter; die andere stellt eine weinende Frau dar.


15. Dieses Kreuz steht ebenfalls in Schweix und hat wohl schon bessere Zeiten gesehen. Vielleicht ist es das vierte Lothringer Kreuz in Schweix und hat seine Relieffiguren verloren. Zwei verwitterte Puttenköpfe sind noch zu sehen.


16. Auch Hilst hat ein schönes Lothringer Kreuz aufzuweisen


21. Sieht so aus, als sei das der Rest eines Kreuzes bzw der Sockel oder Schaft mit den Heiligenfiguren, von dem das Kreuz entfernt oder zerstört wurde. Unter der oberen Figur, die wohl die Muttergottes darstellt steht U.M.V.L. Was kann das bedeuten? Die untere Figur ist mit Hl. Joseph bezeichnet. Die Inschrift ganz unten lautet: Errichtet aus Dankbarkeit von der Familie Petr. Gerlach. Her mein Jesus. Barmherzigkeit


22. Ein weiteres Lothringer Kreuz in Trulben. Die Inschrift ist auf dem Foto leider nicht lesbar.


23. Vermutlich der Rest eines Lothringer Kreuzes, ebenfalls in Trulben mit zwei schönen Heiligenfiguren mit Strahlenkranz. Die Heiligen auf den Schäften dieser Kreuze scheinen oft auf Wolkenkissen zu stehen.


24. Dieses ursprünglich wohl besonders schöne Lothringer Kreuz steht zwischen Trulben und Kröppen. Der Korpus ist zerschlagen! Über dieses Kreuz gibt es einen kleinen Youtube-Eintrag.



Die Inschrift ist auf dem Foto leider nicht lesbar.