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Montag, 3. September 2012

Vom Norden in den Süden: Kreuze, Kapellen, ein Erzengel und eine Muttergottes in Kirrweiler, Schwanheim, Mörlheim, Dahn, Billigheim, Steinweiler, Winden, Bruchweiler, Bundenthal, Niederschlettenbach


 18. Kirrweiler: eine wunderschöne Kapelle beim Friedhof - die Marienkapelle. Sie ist der "Mater Dolorosa" geweiht.Weitere schöne Fotos und Informationen sind hier zu finden


19. Madonna mit Kind versteckt in einer Seitengasse in Kirrweiler
Im Sockel befindet sich ein auf dem Foto nicht vollständig lesbarer Hinweis auf die Stifter Anton Sebastian und Margaretha Maibach und das Jahr der Errichtung (1875); noch weiter unten eine neuere Stiftungsinschrift: MADONNA AM SCHLOSSGARTEN/2005/GESTIFTET VON ...?


20. Man übersieht sie leicht, diese kleine Kapelle in Kirrweiler


21. Dahn im sogenannten Felsenland: Christus mitten im Verkehr am Kreisel. Inzwischen wurde das Kreuz mutwillig zerstört - ein Bericht im "Pilger" ist hier nachzulesen


 22. Kreuzigungsgruppe auf dem Weg zur Burgruine Altdahn
Inschrift: Dieser Kreuzsteller bittet/alle vorübergehenden Chris/ten den Gruß auszusprechen/...
weiter auf dem Foto leider nicht lesbar


23. Kruzifix zwischen Bundenthal und Niederschlettenbach
Inschrift im Stamm: Mission 1920
im Sockel: O/liebster Jesus/um deines bitteren/Leidens willen/erbarme dich unser und/ aller armen Seelen


24. nördlich von Schwanheim
Inschrift: Er erniedrigte/ sich selbst und ward/gehorsam bis zum Tod/...
Rest nicht lesbar


25. ein besonders schönes Bild: Flurkreuz südlich von Mörlheim an der K2
Inschrift vorne (im Schatten): IM KREUZ IST HEIL
auf der sichtbaren Seite: HERR NIMM UNS AN DEINE/HAND UND FÜHRE UNS/DURCH ALLE DUNKELHEITEN/ZUR EWIGEN ANSCHAUUNG/GOTTES


 26. ein schlichtes Steinkreuz im Westen von Steinweiler


 27. auf dem Friedhof von Billigheim


28. der Erzengel Michael mit Schwert und Schlange neben einer Totengedenktafel an der evangelischen Kirche in Winden


36. eine Kreuzigungsgruppe in Bundenthal
Inschrift: Jesus Christus/ für uns am Kreuze/gestorben erbarme dich/der Stifter dies Kreuzes/an Vorübergehenden/Wanderer auch für die/Stifter dieses Kreuzes ein/Vaterunser zu beten


37. noch ein Kreuz umgeben von herbstlichem Laub in Bundenthal
Inschrift: O ihr alle/die ihr vorübergehet/am Wege gebet Acht/und schauet ob ein/Schmerz/gleich sei meinem Schmerze/Klagelieder 1.12


38. Kreuz aus dem lokalen Buntsandstein in Bruchweiler
Inschrift aus Metallbuchstaben auf dem Querbalken: Danket dem Herrn
Vermutlich wesentlich ältere Inschrift im Sockel: O Ihr alle die/Ihr hier vorübergehet/habt acht und schauet/ob ein Schmerz/ist gleich meinem Schmerz
letzte Zeile auf dem Foto nicht lesbar

Samstag, 19. Mai 2012

Kreuze , ein Bildstock und eine Hausfigur in Hochspeyer, Ramsen, Hettenleidelheim, Sausenheim und in der Umgebung von Neustadt


1. Das Torstensonkreuz bei Hochspeyer. Manches darüber weiß Fred Weinmann zu berichten, der schon oft erwähnte Kreuzforscher und Heimatkundler. Näheres dazu siehe hier. Der Standort dieses interessanten Kulturdenkmals befindet sich an der B 39 in Richtung Kaiserslautern, am westlichen Ortsausgang. Es steht oberhalb der Straße an einer Böschung.


2. Ramsen. Ein liebevoll geschmücktes Kreuz am östlichen Ortsrand. Der Korpus scheint aus Eisenguss gefertigt zu sein. Das findet man oft in der Gegend um Eisenberg. Der künstlerische Eisenguss war in dem Gebiet um Pfrimm, Eis -und Eckbach eine Domäne der Eisenhüttenwerke Gienanth. Siehe auch hier!


3. Hettenleidelheim, Kreuz in der Ortsmitte. Über die Dorf - und Feldkreuze von Hettenleidelheim hat Karl Blum ein Büchlein verfasst, das einer Schriftenreihe des Heimatmuseums angehört. "Gott ist's, waß uns daß bilt Thut lehren" - so lautet der Titel.(Hrsg: Heimatmuseum Hettenleidelheim, Archiv Karl Blum e.V.) Demnach stammt das originale Kreuz, das hier stand, aus dem Jahr 1747 und ist eventuell eine Zuwendung des Wormser Bischofs an die Gemeinde gewesen. Landesherr über Hettenleidelheim war zu dieser Zeit der Fürstbischof Georg Franz Graf von Schönborn (1732 - 1756). Jetzt steht hier eine Nachbildung. Das wertvolle alte Kreuz wurde, um es vor weiterer Verwitterung zu schützen, nach Blum in die Hettenleidelheimer Friedhofshalle verbracht. Zuvor wurde es 1996 von dem Bildhauer Theo Rörig renoviert. Es steht aber noch der alte Sockel mit der Inschrift:

NAM DEUS EST, QUOD IMAGO
DOCET, SED NON DEUS IPSA
HANC VIDEAS SED MENTE COLAS
QUOD CERNIS IN IPSA:
7. CONCIL NYZEN ANN 787

Gott ist's, waß uns daß Bilt Thut Lehren
Dasselbe nicht Gott selbsten ist.
So schau es ahn, Gott solst verehren,
Der dir hier vorgestellet ist.
1.7.4.7
 Laut Karl Blum ist der Text kaum mehr zu entziffern, die Wiedergabe folgt der "Erfassung aller religiösen Flurdenkmäler durch die Gemeinde, abgeschlossen am 20.12.1966, gezeichnet (Robert) Kaiser."


4. Hettenleidelheim, auf dem Weg zum Margarethenhof - so hat unser Vater unter dieses Foto geschrieben. Nach der Schrift des Heimatmuseums Hettenleidelheim handelt es sich um das Feld - und Wegekreuz "Simon und Peter Schmidt" von 1869. Das Kreuz ist fast 3 m. hoch und steht auf einem 80 cm hohen Steinsockel. Wahrscheinlich wurde es von der Eisengießerei Gienanth im benachbarten Eisenberg gefertigt. Im unteren Drittel des Kreuzstammes ist eine nach unten gekehrte Fackel abgebildet, Zeichen für das erlöschende Leben. Auf den Querbalken liest man die Namen der Stifter:
 Errichtet von Simon Schmidt und dessen Sohn Peter Schmidt von Hettenleidelheim, 1869
Auch der steinerne Sockel ist beschriftet. Da auf dem Foto schwer leserlich, habe ich sie dem Buch von Karl Blum entnommen.

Es ist vollbracht. Joh. Cap. 19 V 30

Hör, Wanderer, was Jesus lehrt,
wer an mich glaubt und mich verehrt,
Der lebt und kommt nicht ins Gericht
und sieht den Tod auf ewig nicht.

Vater und Sohn Schmidt waren Landwirte, Tongräber und Bierbrauer. Das Feldkreuz steht in der "Erdekaut" einer wirklich sehenswerten Landschaft, entstanden aus den Überresten der Tongruben um Eisenberg - mehr Infos hier!


5. Das Feldkreuz Blum in Hettenleidelheim. Es steht im "Beetenweg", dort trifft man außerdem noch zwei ganz ähnliche Kreuze an. Wieder handelt es sich um Erzeugnisse des Gußwerkes Gienanth. Das Feldkreuz Blum ist an den Querbalken reich und filigran verziert. Am unteren Ende des Kreuzesstamms ist ein Engel mit erhobenem Schwert aufgegossen. Um die Christusfigur kann man die Namen der Stifter lesen:
Errichtet von den Eheleuten Franz und Magdalena Blum. 1864

Da ich in der Nähe von Eisenberg meinen Arbeitsplatz habe, hatte ich im Vorüberfahren immer mal wieder Feld - und Wegekreuze gesehen und meinen Vater darauf aufmerksam gemacht. Eines Tages hatte er mich besucht, und in der Mittagspause zeigte ich ihm die oben beschriebenen. (Wir, seine drei Töchter, waren zu diesem Zeitpunkt schon längst "infiziert" und entdeckten selbst überall diese Denkmäler.) Auf dem Rückweg nach Neustadt kam er dann wohl in Sausenheim an dem folgenden Kreuz vorbei und suchte anschließend erneut bereits bekannte Gebiete auf.


6. Sausenheim


7. Niederkirchen, Bildstock mit Christuskopf, Inschrift auf dem Sockel: Mein Jesus Barmherzigkeit


8. Ruppertsberg - die heilige Familie am Schwesternhaus.Das Haus befindet sich in der Mittelgasse 9. Die Skulptur wurde von H. Pauly, Speyer, gefertigt.


9. "ein vergessenes Wegkreuz bei Königsbach" - so hat Papa dieses Bild unterschrieben.


10. Dieses Kreuz mit geheimnisvollen Buchstaben und das Folgende


11. sind wieder zwei nebeneinander eingeklebte und zugeschnittene Fotos, beschriftet mit "Im Wald auf dem Heidelberg bei Hambach". Es handelt sich um zwei Wetterkreuze. Auch hier hat Fred Weinmann dazu in seinem Werk "Kultmale der Pfalz" einiges zu erzählen. Die Buchstaben stehen für den sogenannten Benedictus - Segen: "Crux sacra sit mihi lux / non draco sit mihi dux" (Es sei das heilige Kreuz mein Licht, der Drache sei mein Führer nicht). 


12. altes Steinkreuz bei der Kirche in Kirrweiler. Hierzu findet sich Literatur bei Rudolf Wild ( siehe unsere Linkliste) und bei Fred Weinmann. Das alte Kreuz soll aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammen. In die Vorderseite ist ein Spaten eingemeißelt.


13. in den Weinbergen bei Maikammer. Ein sehr beeindruckendes Kreuz. In der Mitte zwischen den Kreuzesbalken ist ein Herz eingemeißelt, umgeben von Zweigen. Auf dem Kreuzarmen befindet sich eine Inschrift, die noch nicht ganz entziffert werden konnte: "Es sei ferne von uns / dass mir und...." Bestimmt werden wir noch etwas dazu herausfinden!


14. Schlichtes Wegkreuz bei Edesheim, mit schönem Blumenschmuck. 



15. Mit Bild 14 auf einer Seite, bezeichnet als "Schlichtes Wegkreuz bei Edenkoben".

Montag, 27. Februar 2012

Zwischen Neustadt und Landau: Kreuze und Heiligenfiguren in Maikammer, Burrweiler, Gleisweiler, Großfischlingen, Essingen, Venningen, Kirrweiler

Standorte der Denkmäler in diesem Eintrag. Die Nr. 28 ist nicht vermerkt, befindet sich aber in Gleisweiler. Großfischlingen (29) ist nicht eingezeichnet; der Ort liegt zwischen Venningen und Essingen.

25. Marien"kapellchen" in Maikammer

26. verwitterter Bildstock in Burrweiler am Friedhof neben dem Parkplatz

27. schönes Kruzifix am Rande der Weinberge in Burrweiler
Im Sockel die Christussymbole Sonne, Alpha und Omega und Christusmonogramm XP

28. der Gekreuzigte mit Maria Magdalena, erkennbar am Salbgefäß, am Fuß des Kreuzes auf dem Friedhof in Gleisweiler. Sieht so aus, als sei der untere Teil ergänzt oder restauriert worden. Das "Magdalenenkreuz" ist eine Variante der Kreuzigungsgruppe.

29. schönes Kreuz mit Leidenswerkzeugen und Totenkopf in Großfischlingen

30. Marienbildstock in Essingen. Die anderen Seiten tragen vermutlich weitere Bilder; links vom Betrachter aus gesehen ist ein Kreuz erkennbar.
Unter dem Marienbild sind die Großbuchstaben P und V eingemeißelt.
Der Sockel trägt die Jahreszahl 1721 und darunter eine Brezel und einige Buchstaben oder Worte, die auf dem Foto nicht lesbar sind. Ob die Brezel auf einen Bäcker hinweist?

31. eine schöne Mondsichelmadonna mit Kind in Venningen

32. Maria mit Lilie, Weltkugel und Schlange und einem hübschen Lämpchen in Venningen

33. Marienbildstock in Venningen.
Inschrift:
Ave Maria und
Es gehe keiner vorüber, ohne Maria zu grüßen

34. der hl. Antonius von Padua an einer Hauswand in Kirrweiler. Leider ist die Inschrift auf dem Sockel, die vermutlich ein Chronogramm enthält, auf dem Foto nicht lesbar.
Anmerkung von "Meckiheidi": Inzwischen habe ich sie gefunden! Wieder dank Fred Weinmann, der in seinem Buch "Hausfiguren in der Pfalz" die Statue des Heiligen Antonius beschreibt. Im 18. Jahrhundert wurde Kirrweiler Sitz des bischöflichen Oberamtes und gewann dadurch an Bedeutung. Aus dieser Zeit stammen diese und noch weitere reizvolle Hausfiguren. Folgende Inschrift ist angebracht:
"ER VERORDNETE IN ZVM HERR IBER SEIN HAVS VND ZVM OBERSTEN IBER ALLES WAS ER HAT".
Dieser text ist dem Psalm 104 entnommen - er bezeichnet eigentlich die Stellung Josefs in Ägypten. Aber in der kirchlichen Liturgie wird er auf Josef, den "Nährvater Jesu" bezogen. Dadurch wird er als "Schirmherr der Kirche" dargestellt (lt. Weinmann) Man könnte annehmen, dass hier ursprünglich eine Josefsstatue stand.  Aber tatsächlich hatte der Erbauer des Hauses den hl. Antonius zum Beschützer seines Eigentums erwählt. In der  rechten Hand hält er die heilige Schrift, auf der das Jesuskind sitzt  Das Haus ist 1747 erbaut worden.

Sonntag, 27. November 2011

Kreuze und Heiligenfiguren in St. Martin, Maikammer, Kirrweiler, Alsterweiler

Die Standorte werden später hinzugefügt

Kreuze und Heiligenfiguren in St. Martin, Maikammer, Kirrweiler, Alsterweiler

16. Maikammer
Madonna mit Sternenkranz und Schlange

17. Maikammer

18. Maikammer
eine wunderschöne Pieta

19. Maikammer
die Madonna als Himmelskönigin mit Kind, das die Weltkugel mit Kreuz hält
Die Putte hält eine Tafel mit der Inschrift: Ave Maria/+/Mutter Gottes

20. Maikammer-Alsterweiler
Ecce homo

21. Maikammer-Alsterweiler

22. Der hl. Josef mit Jesuskind in Maikammer

23. Maikammer
Muttergottes mit Kind im Fachwerk
wie 22. im westlichen Ortsteil


42. Maikammer
eine schöne Madonna mit Sternenkranz und Schlange. Leider ist die Inschrift auf dem Foto nicht vollständig lesbar

43. Maikammer

30. Kreuz auf dem Friedhof von Kirrweiler
Inschrift auf dem Foto nicht lesbar

31. Kirrweiler
eine Pieta
Inschrift:
DOMINA NOSTRA/MATER NOSTRA
auf der Tafel darunter:
VIRGO/DOLOROSISSIMA/ORA PRO NOBIS/PECCATORIBVS
Darin ist ein Chronogramm verborgen, das die Zahl 1765 ergibt

32a. Kirrweiler
Hl. Josef

32b. Kirrweiler
Maria vom Trost

24. St. Martin
eine Mondsichelmadonna
Inschrift: Refugium peccatorum (Zuflucht der Sünder - eine der vier Anrufungen der Gottesmutter); Rest auf dem Foto nicht lesbar

25a. St. Martin
Ecce Homo mit Putten

25b. St. Martin
Hl. Josef

25c. St. Martin
Hl. Antonius von Padua? Darauf deutet der Esel hin.
Leider ist die Inschrift auf dem Foto nicht vollständig lesbar

26. St. Martin ist reich an Muttergottesfiguren

27. St. Martin
eine prächtige Madonna mit Kind und einer schönen Putte
Wie bei der vorigen Figur hält die Schlange unter ihrem Fuß den "Paradiesapfel" im Rachen
Der Torbogen darunter trägt die Jahreszahl 1581

28a. St. Martin
noch eine Madonna, die die Schlange zertritt

28b. St. Martin
Muttergottes mit Kind und Apfel


29a. St. Martin
Himmeslkönigin mit Kind und allen Insignien

29b. St. Martin
Muttergottes mit Kind. 1517

St. Martin