Montag, 27. Februar 2012

Zwischen Neustadt und Landau: Kreuze und Heiligenfiguren in Maikammer, Burrweiler, Gleisweiler, Großfischlingen, Essingen, Venningen, Kirrweiler

Standorte der Denkmäler in diesem Eintrag. Die Nr. 28 ist nicht vermerkt, befindet sich aber in Gleisweiler. Großfischlingen (29) ist nicht eingezeichnet; der Ort liegt zwischen Venningen und Essingen.

25. Marien"kapellchen" in Maikammer

26. verwitterter Bildstock in Burrweiler am Friedhof neben dem Parkplatz

27. schönes Kruzifix am Rande der Weinberge in Burrweiler
Im Sockel die Christussymbole Sonne, Alpha und Omega und Christusmonogramm XP

28. der Gekreuzigte mit Maria Magdalena, erkennbar am Salbgefäß, am Fuß des Kreuzes auf dem Friedhof in Gleisweiler. Sieht so aus, als sei der untere Teil ergänzt oder restauriert worden. Das "Magdalenenkreuz" ist eine Variante der Kreuzigungsgruppe.

29. schönes Kreuz mit Leidenswerkzeugen und Totenkopf in Großfischlingen

30. Marienbildstock in Essingen. Die anderen Seiten tragen vermutlich weitere Bilder; links vom Betrachter aus gesehen ist ein Kreuz erkennbar.
Unter dem Marienbild sind die Großbuchstaben P und V eingemeißelt.
Der Sockel trägt die Jahreszahl 1721 und darunter eine Brezel und einige Buchstaben oder Worte, die auf dem Foto nicht lesbar sind. Ob die Brezel auf einen Bäcker hinweist?

31. eine schöne Mondsichelmadonna mit Kind in Venningen

32. Maria mit Lilie, Weltkugel und Schlange und einem hübschen Lämpchen in Venningen

33. Marienbildstock in Venningen.
Inschrift:
Ave Maria und
Es gehe keiner vorüber, ohne Maria zu grüßen

34. der hl. Antonius von Padua an einer Hauswand in Kirrweiler. Leider ist die Inschrift auf dem Sockel, die vermutlich ein Chronogramm enthält, auf dem Foto nicht lesbar.
Anmerkung von "Meckiheidi": Inzwischen habe ich sie gefunden! Wieder dank Fred Weinmann, der in seinem Buch "Hausfiguren in der Pfalz" die Statue des Heiligen Antonius beschreibt. Im 18. Jahrhundert wurde Kirrweiler Sitz des bischöflichen Oberamtes und gewann dadurch an Bedeutung. Aus dieser Zeit stammen diese und noch weitere reizvolle Hausfiguren. Folgende Inschrift ist angebracht:
"ER VERORDNETE IN ZVM HERR IBER SEIN HAVS VND ZVM OBERSTEN IBER ALLES WAS ER HAT".
Dieser text ist dem Psalm 104 entnommen - er bezeichnet eigentlich die Stellung Josefs in Ägypten. Aber in der kirchlichen Liturgie wird er auf Josef, den "Nährvater Jesu" bezogen. Dadurch wird er als "Schirmherr der Kirche" dargestellt (lt. Weinmann) Man könnte annehmen, dass hier ursprünglich eine Josefsstatue stand.  Aber tatsächlich hatte der Erbauer des Hauses den hl. Antonius zum Beschützer seines Eigentums erwählt. In der  rechten Hand hält er die heilige Schrift, auf der das Jesuskind sitzt  Das Haus ist 1747 erbaut worden.

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