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Sonntag, 25. August 2013

Album 16, zuerst ein paar alte Bekannte: Kreuze und Grabsteine in Maikammer, Hainfeld und St. Martin und ...

zunächst ein kleiner Ausreißer: Die erste Seite des Albums schmückt das Foto eines ungewöhnlichen Kreuzes in Wittlich  an der Mosel.


Bei dem Gebäude, vor dem es steht, handelt es sich um das Burgtor oder Türmchen, ein ehemaliges Stadttor. Die Fenster wurden erst im 19. Jh. eigesetzt. Rechts oben ein Guckloch in Form einer Löwenfratze.


1. Grabstein an der Kirche in Maikammer


2. Details


32. ein schönes Kreuz in Maikammer - mal wieder




3. ein ungewöhnliches Kreuz mit Putte in Hainfeld



4. Grabstein mit Mönch in Hainfeld.
Inschrift: HIER RUHET IN GOTT
E. (oder F.?) MARTIN MARKHOFFER
dann folgt sowas wie "Handelsmann" und Meissenheim
weiter unten noch ein Name: Maria Magdalena Biechelberger zu Heinfeld
Ganz unten rechts und links von dem kleinen Kreuz mit Grabtuch (?) eine Jahreszahl, vermutlich 1815


5. noch ein Kreuz mit Puttenkopf in Hainfeld


6. ein Grabstein vermutlich an der Kirchenwand in Hainfeld


7. Hainfeld scheint für Überraschungen gut - ein sehr ungewöhnlicher Stein. Wer steht da am Kreuz? Es scheinen links eine Frau mit Krone und eine mit Heiligenschein und rechts zwei Männer oder ein Mann und eine Frau mit Kronen oder Strahlenkränzen.zu sein; die eine Figur hat außerdem ein Kreuz oder eine Taube auf der Brust und trägt einen merkwürdigen Stab. Die anderen Figuren tragen auch Attribute, die aber stark verwittert sind. Über den linken Figuren steht: JOHNS, darunter BARBARA und darunter I+S   + AA. Die rechte Inschrift ist auf dem Foto nicht vollständig lesbar


8. und noch einer. Die Inschrift ist auf dem Foto kaum oder nicht lesbar. Der Satz unmittelbar über den beiden Figuren lautet: "Von allen die ihn kannten". Klingt merkwürdig modern auf so einem verwitterten Stein ...


9. auch dieser ist ungewöhnlich. Er sieht rudimentär aus, aber dort wo etwas zu fehlen scheint, ist ewas eingraviert. Bloß was?


10. Ein wunderschönes "Seemannsgrab" in Hainfeld, eine Darstellung der göttlichen (oder auch  theologischen) Tugenden Glaube (Kreuz), Hoffnung (Anker) und Liebe (Herz)



 

38 a und b) zwei Muttergottesdarstellungen in der Friedhofsstraße in St. Martin



Sonntag, 4. August 2013

Die letzten Kreuze und ein Bildstock aus Album 15 - auf dem Weg zum Ottilienberg bei der Kropsburg




39. Schaidt - Friedhof



40. Hördt - Friedhof


41. Eppstein


42. Rödersheim


43. Südlich Rödersheim - Gronau


44. An der Wanzenmühle bei Rheinzabern


45. Auf dem Weg zum Ottilienberg bei der Kropsburg
Unsere jüngste Schwester erzählte mir kürzlich, dass unser Vater diesen sehr steilen und beschwerlichen Weg hinaufstieg, als es ihm gar nicht gut ging. Eigentlich hätte er sich schonen müssen. Aber er wollte unbedingt diese Stätten sehen. Fünf Stunden habe er für den Aufstieg und den Rückweg gebraucht. Er konnte damals schon nicht mehr so gut laufen und hat lange Pausen gemacht - aber er hat es letztlich geschafft.


46. Auf dem Ottilienberg - 1755


47. ? Bei diesem Foto hat Papa ein Fragezeichen gesetzt - da wusste er nicht mehr, wo er es aufgenommen hatte. Siehe das nächste Bild


47a.


48. Bildstock westlich St. Martin


49. An der Kirche in Maikammer

Samstag, 19. Mai 2012

Kreuze , ein Bildstock und eine Hausfigur in Hochspeyer, Ramsen, Hettenleidelheim, Sausenheim und in der Umgebung von Neustadt


1. Das Torstensonkreuz bei Hochspeyer. Manches darüber weiß Fred Weinmann zu berichten, der schon oft erwähnte Kreuzforscher und Heimatkundler. Näheres dazu siehe hier. Der Standort dieses interessanten Kulturdenkmals befindet sich an der B 39 in Richtung Kaiserslautern, am westlichen Ortsausgang. Es steht oberhalb der Straße an einer Böschung.


2. Ramsen. Ein liebevoll geschmücktes Kreuz am östlichen Ortsrand. Der Korpus scheint aus Eisenguss gefertigt zu sein. Das findet man oft in der Gegend um Eisenberg. Der künstlerische Eisenguss war in dem Gebiet um Pfrimm, Eis -und Eckbach eine Domäne der Eisenhüttenwerke Gienanth. Siehe auch hier!


3. Hettenleidelheim, Kreuz in der Ortsmitte. Über die Dorf - und Feldkreuze von Hettenleidelheim hat Karl Blum ein Büchlein verfasst, das einer Schriftenreihe des Heimatmuseums angehört. "Gott ist's, waß uns daß bilt Thut lehren" - so lautet der Titel.(Hrsg: Heimatmuseum Hettenleidelheim, Archiv Karl Blum e.V.) Demnach stammt das originale Kreuz, das hier stand, aus dem Jahr 1747 und ist eventuell eine Zuwendung des Wormser Bischofs an die Gemeinde gewesen. Landesherr über Hettenleidelheim war zu dieser Zeit der Fürstbischof Georg Franz Graf von Schönborn (1732 - 1756). Jetzt steht hier eine Nachbildung. Das wertvolle alte Kreuz wurde, um es vor weiterer Verwitterung zu schützen, nach Blum in die Hettenleidelheimer Friedhofshalle verbracht. Zuvor wurde es 1996 von dem Bildhauer Theo Rörig renoviert. Es steht aber noch der alte Sockel mit der Inschrift:

NAM DEUS EST, QUOD IMAGO
DOCET, SED NON DEUS IPSA
HANC VIDEAS SED MENTE COLAS
QUOD CERNIS IN IPSA:
7. CONCIL NYZEN ANN 787

Gott ist's, waß uns daß Bilt Thut Lehren
Dasselbe nicht Gott selbsten ist.
So schau es ahn, Gott solst verehren,
Der dir hier vorgestellet ist.
1.7.4.7
 Laut Karl Blum ist der Text kaum mehr zu entziffern, die Wiedergabe folgt der "Erfassung aller religiösen Flurdenkmäler durch die Gemeinde, abgeschlossen am 20.12.1966, gezeichnet (Robert) Kaiser."


4. Hettenleidelheim, auf dem Weg zum Margarethenhof - so hat unser Vater unter dieses Foto geschrieben. Nach der Schrift des Heimatmuseums Hettenleidelheim handelt es sich um das Feld - und Wegekreuz "Simon und Peter Schmidt" von 1869. Das Kreuz ist fast 3 m. hoch und steht auf einem 80 cm hohen Steinsockel. Wahrscheinlich wurde es von der Eisengießerei Gienanth im benachbarten Eisenberg gefertigt. Im unteren Drittel des Kreuzstammes ist eine nach unten gekehrte Fackel abgebildet, Zeichen für das erlöschende Leben. Auf den Querbalken liest man die Namen der Stifter:
 Errichtet von Simon Schmidt und dessen Sohn Peter Schmidt von Hettenleidelheim, 1869
Auch der steinerne Sockel ist beschriftet. Da auf dem Foto schwer leserlich, habe ich sie dem Buch von Karl Blum entnommen.

Es ist vollbracht. Joh. Cap. 19 V 30

Hör, Wanderer, was Jesus lehrt,
wer an mich glaubt und mich verehrt,
Der lebt und kommt nicht ins Gericht
und sieht den Tod auf ewig nicht.

Vater und Sohn Schmidt waren Landwirte, Tongräber und Bierbrauer. Das Feldkreuz steht in der "Erdekaut" einer wirklich sehenswerten Landschaft, entstanden aus den Überresten der Tongruben um Eisenberg - mehr Infos hier!


5. Das Feldkreuz Blum in Hettenleidelheim. Es steht im "Beetenweg", dort trifft man außerdem noch zwei ganz ähnliche Kreuze an. Wieder handelt es sich um Erzeugnisse des Gußwerkes Gienanth. Das Feldkreuz Blum ist an den Querbalken reich und filigran verziert. Am unteren Ende des Kreuzesstamms ist ein Engel mit erhobenem Schwert aufgegossen. Um die Christusfigur kann man die Namen der Stifter lesen:
Errichtet von den Eheleuten Franz und Magdalena Blum. 1864

Da ich in der Nähe von Eisenberg meinen Arbeitsplatz habe, hatte ich im Vorüberfahren immer mal wieder Feld - und Wegekreuze gesehen und meinen Vater darauf aufmerksam gemacht. Eines Tages hatte er mich besucht, und in der Mittagspause zeigte ich ihm die oben beschriebenen. (Wir, seine drei Töchter, waren zu diesem Zeitpunkt schon längst "infiziert" und entdeckten selbst überall diese Denkmäler.) Auf dem Rückweg nach Neustadt kam er dann wohl in Sausenheim an dem folgenden Kreuz vorbei und suchte anschließend erneut bereits bekannte Gebiete auf.


6. Sausenheim


7. Niederkirchen, Bildstock mit Christuskopf, Inschrift auf dem Sockel: Mein Jesus Barmherzigkeit


8. Ruppertsberg - die heilige Familie am Schwesternhaus.Das Haus befindet sich in der Mittelgasse 9. Die Skulptur wurde von H. Pauly, Speyer, gefertigt.


9. "ein vergessenes Wegkreuz bei Königsbach" - so hat Papa dieses Bild unterschrieben.


10. Dieses Kreuz mit geheimnisvollen Buchstaben und das Folgende


11. sind wieder zwei nebeneinander eingeklebte und zugeschnittene Fotos, beschriftet mit "Im Wald auf dem Heidelberg bei Hambach". Es handelt sich um zwei Wetterkreuze. Auch hier hat Fred Weinmann dazu in seinem Werk "Kultmale der Pfalz" einiges zu erzählen. Die Buchstaben stehen für den sogenannten Benedictus - Segen: "Crux sacra sit mihi lux / non draco sit mihi dux" (Es sei das heilige Kreuz mein Licht, der Drache sei mein Führer nicht). 


12. altes Steinkreuz bei der Kirche in Kirrweiler. Hierzu findet sich Literatur bei Rudolf Wild ( siehe unsere Linkliste) und bei Fred Weinmann. Das alte Kreuz soll aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammen. In die Vorderseite ist ein Spaten eingemeißelt.


13. in den Weinbergen bei Maikammer. Ein sehr beeindruckendes Kreuz. In der Mitte zwischen den Kreuzesbalken ist ein Herz eingemeißelt, umgeben von Zweigen. Auf dem Kreuzarmen befindet sich eine Inschrift, die noch nicht ganz entziffert werden konnte: "Es sei ferne von uns / dass mir und...." Bestimmt werden wir noch etwas dazu herausfinden!


14. Schlichtes Wegkreuz bei Edesheim, mit schönem Blumenschmuck. 



15. Mit Bild 14 auf einer Seite, bezeichnet als "Schlichtes Wegkreuz bei Edenkoben".

Montag, 27. Februar 2012

Zwischen Neustadt und Landau: Kreuze und Heiligenfiguren in Maikammer, Burrweiler, Gleisweiler, Großfischlingen, Essingen, Venningen, Kirrweiler

Standorte der Denkmäler in diesem Eintrag. Die Nr. 28 ist nicht vermerkt, befindet sich aber in Gleisweiler. Großfischlingen (29) ist nicht eingezeichnet; der Ort liegt zwischen Venningen und Essingen.

25. Marien"kapellchen" in Maikammer

26. verwitterter Bildstock in Burrweiler am Friedhof neben dem Parkplatz

27. schönes Kruzifix am Rande der Weinberge in Burrweiler
Im Sockel die Christussymbole Sonne, Alpha und Omega und Christusmonogramm XP

28. der Gekreuzigte mit Maria Magdalena, erkennbar am Salbgefäß, am Fuß des Kreuzes auf dem Friedhof in Gleisweiler. Sieht so aus, als sei der untere Teil ergänzt oder restauriert worden. Das "Magdalenenkreuz" ist eine Variante der Kreuzigungsgruppe.

29. schönes Kreuz mit Leidenswerkzeugen und Totenkopf in Großfischlingen

30. Marienbildstock in Essingen. Die anderen Seiten tragen vermutlich weitere Bilder; links vom Betrachter aus gesehen ist ein Kreuz erkennbar.
Unter dem Marienbild sind die Großbuchstaben P und V eingemeißelt.
Der Sockel trägt die Jahreszahl 1721 und darunter eine Brezel und einige Buchstaben oder Worte, die auf dem Foto nicht lesbar sind. Ob die Brezel auf einen Bäcker hinweist?

31. eine schöne Mondsichelmadonna mit Kind in Venningen

32. Maria mit Lilie, Weltkugel und Schlange und einem hübschen Lämpchen in Venningen

33. Marienbildstock in Venningen.
Inschrift:
Ave Maria und
Es gehe keiner vorüber, ohne Maria zu grüßen

34. der hl. Antonius von Padua an einer Hauswand in Kirrweiler. Leider ist die Inschrift auf dem Sockel, die vermutlich ein Chronogramm enthält, auf dem Foto nicht lesbar.
Anmerkung von "Meckiheidi": Inzwischen habe ich sie gefunden! Wieder dank Fred Weinmann, der in seinem Buch "Hausfiguren in der Pfalz" die Statue des Heiligen Antonius beschreibt. Im 18. Jahrhundert wurde Kirrweiler Sitz des bischöflichen Oberamtes und gewann dadurch an Bedeutung. Aus dieser Zeit stammen diese und noch weitere reizvolle Hausfiguren. Folgende Inschrift ist angebracht:
"ER VERORDNETE IN ZVM HERR IBER SEIN HAVS VND ZVM OBERSTEN IBER ALLES WAS ER HAT".
Dieser text ist dem Psalm 104 entnommen - er bezeichnet eigentlich die Stellung Josefs in Ägypten. Aber in der kirchlichen Liturgie wird er auf Josef, den "Nährvater Jesu" bezogen. Dadurch wird er als "Schirmherr der Kirche" dargestellt (lt. Weinmann) Man könnte annehmen, dass hier ursprünglich eine Josefsstatue stand.  Aber tatsächlich hatte der Erbauer des Hauses den hl. Antonius zum Beschützer seines Eigentums erwählt. In der  rechten Hand hält er die heilige Schrift, auf der das Jesuskind sitzt  Das Haus ist 1747 erbaut worden.