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Samstag, 19. Mai 2012

Kreuze , ein Bildstock und eine Hausfigur in Hochspeyer, Ramsen, Hettenleidelheim, Sausenheim und in der Umgebung von Neustadt


1. Das Torstensonkreuz bei Hochspeyer. Manches darüber weiß Fred Weinmann zu berichten, der schon oft erwähnte Kreuzforscher und Heimatkundler. Näheres dazu siehe hier. Der Standort dieses interessanten Kulturdenkmals befindet sich an der B 39 in Richtung Kaiserslautern, am westlichen Ortsausgang. Es steht oberhalb der Straße an einer Böschung.


2. Ramsen. Ein liebevoll geschmücktes Kreuz am östlichen Ortsrand. Der Korpus scheint aus Eisenguss gefertigt zu sein. Das findet man oft in der Gegend um Eisenberg. Der künstlerische Eisenguss war in dem Gebiet um Pfrimm, Eis -und Eckbach eine Domäne der Eisenhüttenwerke Gienanth. Siehe auch hier!


3. Hettenleidelheim, Kreuz in der Ortsmitte. Über die Dorf - und Feldkreuze von Hettenleidelheim hat Karl Blum ein Büchlein verfasst, das einer Schriftenreihe des Heimatmuseums angehört. "Gott ist's, waß uns daß bilt Thut lehren" - so lautet der Titel.(Hrsg: Heimatmuseum Hettenleidelheim, Archiv Karl Blum e.V.) Demnach stammt das originale Kreuz, das hier stand, aus dem Jahr 1747 und ist eventuell eine Zuwendung des Wormser Bischofs an die Gemeinde gewesen. Landesherr über Hettenleidelheim war zu dieser Zeit der Fürstbischof Georg Franz Graf von Schönborn (1732 - 1756). Jetzt steht hier eine Nachbildung. Das wertvolle alte Kreuz wurde, um es vor weiterer Verwitterung zu schützen, nach Blum in die Hettenleidelheimer Friedhofshalle verbracht. Zuvor wurde es 1996 von dem Bildhauer Theo Rörig renoviert. Es steht aber noch der alte Sockel mit der Inschrift:

NAM DEUS EST, QUOD IMAGO
DOCET, SED NON DEUS IPSA
HANC VIDEAS SED MENTE COLAS
QUOD CERNIS IN IPSA:
7. CONCIL NYZEN ANN 787

Gott ist's, waß uns daß Bilt Thut Lehren
Dasselbe nicht Gott selbsten ist.
So schau es ahn, Gott solst verehren,
Der dir hier vorgestellet ist.
1.7.4.7
 Laut Karl Blum ist der Text kaum mehr zu entziffern, die Wiedergabe folgt der "Erfassung aller religiösen Flurdenkmäler durch die Gemeinde, abgeschlossen am 20.12.1966, gezeichnet (Robert) Kaiser."


4. Hettenleidelheim, auf dem Weg zum Margarethenhof - so hat unser Vater unter dieses Foto geschrieben. Nach der Schrift des Heimatmuseums Hettenleidelheim handelt es sich um das Feld - und Wegekreuz "Simon und Peter Schmidt" von 1869. Das Kreuz ist fast 3 m. hoch und steht auf einem 80 cm hohen Steinsockel. Wahrscheinlich wurde es von der Eisengießerei Gienanth im benachbarten Eisenberg gefertigt. Im unteren Drittel des Kreuzstammes ist eine nach unten gekehrte Fackel abgebildet, Zeichen für das erlöschende Leben. Auf den Querbalken liest man die Namen der Stifter:
 Errichtet von Simon Schmidt und dessen Sohn Peter Schmidt von Hettenleidelheim, 1869
Auch der steinerne Sockel ist beschriftet. Da auf dem Foto schwer leserlich, habe ich sie dem Buch von Karl Blum entnommen.

Es ist vollbracht. Joh. Cap. 19 V 30

Hör, Wanderer, was Jesus lehrt,
wer an mich glaubt und mich verehrt,
Der lebt und kommt nicht ins Gericht
und sieht den Tod auf ewig nicht.

Vater und Sohn Schmidt waren Landwirte, Tongräber und Bierbrauer. Das Feldkreuz steht in der "Erdekaut" einer wirklich sehenswerten Landschaft, entstanden aus den Überresten der Tongruben um Eisenberg - mehr Infos hier!


5. Das Feldkreuz Blum in Hettenleidelheim. Es steht im "Beetenweg", dort trifft man außerdem noch zwei ganz ähnliche Kreuze an. Wieder handelt es sich um Erzeugnisse des Gußwerkes Gienanth. Das Feldkreuz Blum ist an den Querbalken reich und filigran verziert. Am unteren Ende des Kreuzesstamms ist ein Engel mit erhobenem Schwert aufgegossen. Um die Christusfigur kann man die Namen der Stifter lesen:
Errichtet von den Eheleuten Franz und Magdalena Blum. 1864

Da ich in der Nähe von Eisenberg meinen Arbeitsplatz habe, hatte ich im Vorüberfahren immer mal wieder Feld - und Wegekreuze gesehen und meinen Vater darauf aufmerksam gemacht. Eines Tages hatte er mich besucht, und in der Mittagspause zeigte ich ihm die oben beschriebenen. (Wir, seine drei Töchter, waren zu diesem Zeitpunkt schon längst "infiziert" und entdeckten selbst überall diese Denkmäler.) Auf dem Rückweg nach Neustadt kam er dann wohl in Sausenheim an dem folgenden Kreuz vorbei und suchte anschließend erneut bereits bekannte Gebiete auf.


6. Sausenheim


7. Niederkirchen, Bildstock mit Christuskopf, Inschrift auf dem Sockel: Mein Jesus Barmherzigkeit


8. Ruppertsberg - die heilige Familie am Schwesternhaus.Das Haus befindet sich in der Mittelgasse 9. Die Skulptur wurde von H. Pauly, Speyer, gefertigt.


9. "ein vergessenes Wegkreuz bei Königsbach" - so hat Papa dieses Bild unterschrieben.


10. Dieses Kreuz mit geheimnisvollen Buchstaben und das Folgende


11. sind wieder zwei nebeneinander eingeklebte und zugeschnittene Fotos, beschriftet mit "Im Wald auf dem Heidelberg bei Hambach". Es handelt sich um zwei Wetterkreuze. Auch hier hat Fred Weinmann dazu in seinem Werk "Kultmale der Pfalz" einiges zu erzählen. Die Buchstaben stehen für den sogenannten Benedictus - Segen: "Crux sacra sit mihi lux / non draco sit mihi dux" (Es sei das heilige Kreuz mein Licht, der Drache sei mein Führer nicht). 


12. altes Steinkreuz bei der Kirche in Kirrweiler. Hierzu findet sich Literatur bei Rudolf Wild ( siehe unsere Linkliste) und bei Fred Weinmann. Das alte Kreuz soll aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammen. In die Vorderseite ist ein Spaten eingemeißelt.


13. in den Weinbergen bei Maikammer. Ein sehr beeindruckendes Kreuz. In der Mitte zwischen den Kreuzesbalken ist ein Herz eingemeißelt, umgeben von Zweigen. Auf dem Kreuzarmen befindet sich eine Inschrift, die noch nicht ganz entziffert werden konnte: "Es sei ferne von uns / dass mir und...." Bestimmt werden wir noch etwas dazu herausfinden!


14. Schlichtes Wegkreuz bei Edesheim, mit schönem Blumenschmuck. 



15. Mit Bild 14 auf einer Seite, bezeichnet als "Schlichtes Wegkreuz bei Edenkoben".

Samstag, 10. März 2012

Nördlich von Neustadt: Kreuze und Heiligenfiguren in Deidesheim, Niederkirchen, Dannstadt, Meckenheim, Fußgönnheim

Standorte der Kreuze und Heiligenfiguren in diesem Eintrag

Kreuz ohne Nummer in Deidesheim. Dieses Bild wurde wohl nachträglich ganz vorne ins Album 10 eingefügt

1. Fünfwundenkreuz mit dornengekröntem Herzen in oder bei Deidesheim

2. Marienkapellchen bei Deidesheim

3. Wallfahrtskreuz beim Marienkapellchen

4. ein ungewöhnliches Holzkreuz mit Kranzschmuck an der Friedhofskapelle in Niederkirchen

5. schönes Sandsteinkreuz Ton in Ton mit der Kirchenwand in Dannstadt mit Spätsommerblumen davor

31. Fünfwundenkreuz auf dem Friedhof in Meckenheim
Inschrift im Sockel:
O JESU/DURCH DIE HEILIGE FÜNFF/WUNDEN DEIN WOLLST/MEINER ARMEN SEEL/GNAEDIG SEIN/1750

32. und noch ein Kreuz auf dem Friedhof in Meckenheim

33. die heilige Familie in Fußgönnheim. Maria Himmelskönigin mit dem Kind und

34. und der hl. Josef

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Kreuze und Heiligenfiguren in Meckenheim, Rödersheim, Niederkirchen, Hanhofen, Harthausen

27. Hanhofen westlich von Speyer
Hl. Johannes Nepomuk


28. Kreuzigungsgruppe zwischen Hanhofen und Harthausen

29. Madonna als Teil eines Kriegerdenkmals in Harthausen westlich von Speyer

31. auf dem Friedhof in Meckenheim

32. Rödersheim an der Kirche St. Leo der Große
Inschrift:
Jesus Christus/für uns am Kreuz gestorben/erbarme dich unser
darunter evtl.
Gesetzt von der Gemeinde/Rödersheim/unter Papst Pius IX...?

34. Niederkirchen

Sonntag, 13. November 2011

Kreuze und Bildstöcke in Forst, Deidesheim, Niederkirchen, Ruppertsberg, Königsbach

3. eine Muttergottes in den Weinbergen bei Forst

32. Deidesheim, im Taleck
In Deidesheim werden Kreuze nicht nur zerstört, sondern auch gepflegt und ihre Umgebung liebevoll neu angelegt. Hier wächst vermutlich inzwischen eine Rose.


6. Bildstock nordwestlich von Deidesheim am Weg, der ins Mühltal führt. Laut Weinmann (Steinkreuze und Bildstöcke in der Pfalz) wurde dieser Bildstock nach 1950 aufgestellt. Das Relief ist aus Eichenholz.

5. Bildstock nördlich von Deidesheim, am oberen Ende der "Großen Hohl", 1946 "Im Hunger" aufgestellt. Er trägt das Serien - Relief eines Christuskopfes mit Dornenkrone (lt. Weinmann)
Handschriftlich später hinzugefügt:
Anfang Mai 09 von Vandalen zerstört.
Deidesheim scheint von einer Welle von Zerstörungen heimgesucht worden zu sein (s. in diesem Eintrag und Kreuz Nr. 7 in Album 2)

4. Alter Bildstock am nordwestlichen Rand von Deidesheim
handschriftlich ist die Zahl 1431 vermerkt. Laut Fred Weinmann handelt es sich um den schönsten gotischen Bildstock der Pfalz. Es ist der "Bildstock am Grain". Unter dem Gekreuzigten stehen Katharina (mit Rad und Schwert), Maria, Johannes (mit Buch) und Barbara (mit Palme und Turm). Ausführliche Informationen unter
http://www.suehnekreuz.de/ ( dem Link folgen: Rheinland Pfalz - Bad Dürkheim - Deidesheim)

1. Deidesheim
Dieses Bild scheint sich an der L516 mitten in Deidesheim zu befinden. Leider ist die Inschrift nicht vollständig abgebildet.

34. Niederkirchen
an der L528 (vor einer Kirche?)

33. Bruder Konrad in den Weinbergen südlich von Ruppertsberg am "Mühlweg", lt. Weinmann aufgestellt nach dem zweiten Weltkrieg.
Inschrift:
Heiliger Bruder Konrad/Bitte für uns
Auf der Rückseite ist zu lesen:
"Aus Dankbarkeit für glückliche Heimkehr aus dem Kriege 1945"

36. Klausenkapelle Hl. Vierzehn Nothelfer bei Königsbach, Ziel einer Wallfahrt im Juli zum Dank für den Ausgang einer Hungersnot im 18. Jahrhundert. Ein Wallfahrtsweg mit Kreuzwegstationen verbindet die Pfarrkirche mit der Kapelle, zu dem auch das abgebildeter Kreuz an der Kapellenwand gehört.
Inschrift am Stamm: XII/Station
am Sockel:
Steh still O Mensch. Schau/JESUM an/mit ausgestreckten Armhen/hängt Er am Greutz bist schuld daran/ach wollst dich doch erbarmen./Gott stirbt für dich du greuzigst Gott/durch Sünden. auf daß denke./Laß ab von Sünd daß Gott/dir ewiglich gedenke/1746


7. Kreuz bei St. Johannes in Königsbach
Inschriften im Sockel:

oben:
PRO/DEVOTIONEPIIS/PRO SOLATIO/MORTVIS/HAEC CRVX POSITA/ EST

(Den Frommen zur Andacht, den Toten zum Trost, ist dies Kreuz aufgestellt)

unten:
CHRIST TRETTHERBEI SEHIESVMAN/VON HAVPTANBISZVNMFÜSEN/BEHERZE WOHL ESGEHT DICHAN/WAS HIERHAST ABZV BÜSEN

Sowohl im lateinischen als auch im deutschen Text ergibt das Chronogramm die Zahl 1780



35. eine Muttergottes in Königsbach
Inschrift im Sockel vorne:
IMACULATA/CONCEPTIO/ B V MARIA

seitlich:
DIS BILD/HATAUFGERIC/TETFRANSK/LAMUNDCATA/RUN KLAMN/JJ 1807


Freitag, 4. November 2011

Kreuze in Forst, Niederkirchen, Deidesheim, Ruppertsberg, Königsbach

1. Forst
in den Weinbergen am südwestlichen Rand von Forst gelegen

2. Niederkirchen
Zwischen Forst und Niederkirchen an einer Wegkreuzung östlich der B271. Der eine Weg wird begleitet von einem Stechgraben und führt Richtung Osten nach Rödersheim, der andere führt parallel zur B271 von Niederkirchen nach Norden.
Inschrift:
Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Joh. 1.7.29 (richtig gelesen?)
Stiftung der Geschw. Kopp

3. Niederkirchen
in den Weinbergen im Nordosten von Niederkirchen

4. Niederkirchen
nahe der L527 nördlich von Niederkirchen
Inschrift:
ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben

5. Niederkirchen
an der L528 am nordwestlichen Ortsausgang
Inschrift:
Rette deine Seele. Errichtet im Jahr 1900 von Jakob Normann


6. Niederkirchen
am südlichen Ortrand


56. Deidesheim
(Nr. 56 - 58 s. Anmerkung zu 59 weiter unten)

57. Gedenkstein in den Weinbergen westlich von Deidesheim
Inschrift:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, Joh. 15,5
Erstellt Winzerverein Deidesheim

58. Deidesheim, Michaelskapelle




7. Deidesheim
in den Weinbergen nordöstlich von Deidesheim
Bei diesem Bild steht die mit dem 17.5.09 datierte Anmerkung: Korpus zerstört? Da der Korpus auf dem Foto noch intakt ist, bezieht sich diese Notiz offensichtlich auf einen Zeitraum nach der Entstehung des Fotos, so dass das Kreuz möglicherweise zwischen dem Aufnahmedatum und dem 17. Mai 2009 zerstört wurde.

8. Deidesheim

9. Deidesheim
(vgl. Nr. 9 in Album 1)

10. Deidesheim
(vgl. Nr. 10 in Album 1)

11. Deidesheim
(vgl. Nr. 11 in Album 1)

12. Deidesheim




59. Ruppertsberg.

Das Kreuz ist das letzte in Album 2. Es wurde offenbar erst später entdeckt als die anderen Funde in der Umgebung von Ruppertsberg und trägt deshalb eine hohe Nummer.
Inschrift:
Zum Andenken an den Krieger Wilh. Köhr gestorben fürs Vaterland am 30. Okt. 1915. R.I.P.

13. Ruppertsberg

14. Ruppertsberg

15. Ruppertsberg
(vgl. Nr. 15 in Album 1)


16. Ruppertsberg
(vgl. Nr. 16 in Album 1)


17. Königsbach
(vgl. Nr. 17 in Album 1)


18. Königsbach
(vgl. Nr. 18 in Album 1)