Posts mit dem Label Album 13 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Album 13 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. Juli 2012

Nochmals: In LU und um Lu und um LU herum - alte und neuere Kreuze, Kapellen und Bildstöcke

Schon wieder hat sich eine längere Pause ergeben. Verschiedene Umstände haben dafür gesorgt, dass wir nicht so fleißig bei der "Arbeit" sein konnten, wie zuvor. Trotzdem konnten wir zu unserer großen Überraschung feststellen, dass wir für die "Schwester Robusta", dieses nette und lustige Preis - Persönchen , doch nominierungswürdig waren, und bedanken uns ganz herzlich dafür! (Wir selbst hätten uns allenfalls für "Trägheit" vorgeschlagen - aber das wird nun hoffentlich wieder besser.)
 Mit den folgenden Bildern stellen wir das dreizehnte Album fertig ein. In diesen Tagen denken wir besonders oft an unseren Vater, der vor einem Jahr schon todkrank gewesen ist. An sein Krankenbett hatten wir auch einige seiner Alben mitgenommen, um ihm die Bilder zu zeigen. Sprechen konnte er nicht mehr mit uns, aber all seine Fotos, die von ihm geliebte Musik, die Texte und Überlegungen, die er selbst geschrieben hatte, all das sorgte doch für eine vielfältige Kommunikation mit dem Sterbenden. Meine Schwester sagte einmal: "Unsere Eltern hatten in ihrem Sterben keinen leichten Weg - umso größer sind die Zeichen, die sie uns gaben."


30. Oggersheim, am Mittelgraben. Ein Kreuz, das eher wie ein Baum wirkt, mit zurechtgestutzten Ästen. Wie eingezeichnet wirkt die Gestalt des Heilands, nicht als Gekreuzigter, sondern als der Auferstandene dem Himmel zu wachsend.


31. Mutterstadt, ein "modernes Kreuz im Friedhof" - so lautet die Bildunterschrift.


32. Mutterstadt: "Verborgen im Gebüsch am Feldweg zum Friedhof". Die Inschrift am Sockel ist leider vom Blumenschmuck verdeckt.


33. Mutterstadt, an der L 533. Inschrift: Im Kreuz ist Heil.


34. Schifferstadt: "1817 im Westen errichtet". Ein eindrucksvolles Sandsteinkreuz.


35. Otterstadt; Kreuz im Friedhof.


36. Otterstadt; Kapelle im Friedhof


37a. Kreuz an der Kapelle. Auf der selben Albumseite eingeklebt ist ....


37 b. ....die Figur des Hl. Nepomuk, die sich auch an der Kapelle befindet.


38. Otterstadt, an der Kirche. Inschrift auf dem Kreuzesbalken: "Rette Deine Seele".


Otterstadt Nord. Ein Bildstock von 1786. Er befindet sich an der Kreuzung Speyerer Straße / Lindenstraße.


40. Maudach, Kapelle von 1865.


41a. Dieses und das folgende Foto befinden sich wieder auf einer Albumseite; bezeichnet: "Maudach. Ein Ruheplatz im Gebüsch neben der Umgehung" Inschrift auf dem Sockel, soweit leserlich: "Errichtet von der katholischen Pfarrei Maudach im Weltkriege 1916./ Von Pest, Hunger und Krieg erlöse uns, oh Herr. / Gedenke der gefallenen Krieger"


41b. Nochmals dieses Kreuz in Maudach.


42. Bildstock nördlich von Maudach. Es handelt sich um das "Maudacher Bildstöckl unserer lieben Frau" - Näheres hier nachzulesen. Inschrift: "Maria / Du Helferin der Christen/ Bitt für uns"


43. Mitten im Feld, westlich von Waldsee


44. Bildunterschrift: "Was bedeutet sie, die alte Säule nördlich von Waldsee?"


45. Waldsee, auf dem Friedhof


46. Marienbrunnen bei der Wallfahrtskirche in Oggersheim - Maria Himmelfahrt

Dienstag, 26. Juni 2012

Nach der Pause! - alte und moderne Kreuze, Marienstatuen, Heiligenfiguren bei Venningen, Großfischlingen, Schifferstadt und Waldsee. In LU und um LU und um LU herum!

Endlich geht es weiter mit den Alben unseres Vaters. Etliche Feiertage wollten gefeiert sein, das Bloggertreffen in Freiburg und ein Urlaub haben mich davon abgehalten, fleißig weitere Alben abzufotografieren. Da die Bilder fest eingeklebt sind, können wir sie ja nicht so einfach scannen. Hätte Papa geahnt, was wir damit vorhaben, so hätte er vielleicht die Fotos mit Foto - Ecken befestigt, oder noch besser: Er hätte die Negative aufgehoben! Aber wie hätte er dies ahnen sollen, wir wussten es ja selber nicht...
Zur Erinnerung: Jetzt sind wir beim dreizehnten Album - von insgesamt 21 Alben - angelangt. Die zuletzt eingestellten Bilder zeigten Wegkreuze bei Edesheim und Edenkoben, Nummer 15 und 16 des Albums. Papa befand sich auf Wegen zwischen Neustadt, Bad Dürkheim, Hettenleidelheim, Schifferstadt und "LU" (das alte Autokennzeichen für Ludwigshafen. So nennen die Pfälzer selbst gerne die Stadt in Kurzform.)



17. Fünf - Wunden - Kreuz östlich von Venningen. Die Inschrift lautet: "Pilger rette Deine Seele. 1774 IHS. Neu errichtet 1912.


18. "Maria mit dem Jesuskind an der Kirche in Venningen" hat Papa unter dieses Bild geschrieben. Es handelt sich um die Kirche St. Georg, die zur "Trio - Pfarrei" St. Georg, St. Gallus und St. Sebastian gehört.


19. ....und in Großfischlingen. Hier handelt es sich wohl um die Kirche St. Gallus


20. Wunderschöne Gottesmutter in Schifferstadt.


21.a auf dem Friedhof in Schifferstadt. Inschrift: "Hat gestiftet Benedick Mayer, aufgericht von deinen Kindern im Jahr 1816"


21.b ebenso auf dem Friedhof in Schifferstadt. Im unteren Teil dieses modernen Kreuzes ist eine Jahreszahl eingearbeitet, wegen des Blumenschmuckes ist aber nur die "19" zu erkennen.


22. In der Friedhofskapelle in Schifferstadt.


23. Kapelle zwischen Schifferstadt und Waldsee.


24. Modernes Kreuz bei der Kapelle. Inschrift auf dem Sockel: "Christus gestern - Christus heute - Christus in Ewigkeit."


25. Waldsee, am Heimatmuseum. Der Heilige Antonius von Padua.


26. Waldsee; der Heilige Martin


27. Maudach, St. Michael an der Kirche


28. die Heilige Elisabeth in Waldsee - dieses Foto ist mit Bild Nr. 27 auf einer Seite eingeklebt.


29. Oggersheim:  "Der Heiland an der evangelischen Kirche" - so ist dieses Foto bezeichnet. Es handelt sich um die Markuskirche. Die Statue ist der Skulptur in der Frauenkirche in Kopenhagen nachempfunden, die der dänische Bildhauer Thorvaldsen schuf.






Freitag, 8. Juni 2012

Dieses Brot

Einer kommt und tausend kommen,
doch so viele ihn genommen,
er bleibt immer, der er war.

Gute kommen, Böse kommen,
alle haben ihn genommen,
die zum Leben, die zum Tod.

Bösen wird er Tod und Hölle,
Guten ihres Lebens Quelle,
wie verschieden wirkt dies Brot!

(aus der Fronleichnamssequenz)


Heute, am 7. Juni, durfte ich in Hettenleidelheim, einem Dorf im Landkreis Bad Dürkheim, an einer wunderschönen Fronleichnamsprozession und -feier  teilnehmen. Es kam mir vor wie ein Gruß von unserem lieben Vater, denn genau vor einem Jahr haben wir, seine drei Töchter, zum letzten Mal mit ihm sprechen können. Als er uns zum Abschied - er war bereits im Krankenhaus - die Hand gab, wusste er wohl schon, dass er bald seinen Heimweg in den Himmel antreten würde. Einige Kreuze auf dem Weg kannte ich aus seinen Alben.

Der erste Altar

Der zweite Altar

Der dritte Altar

Auf dem Weg

Gleich dem Pelikane....

Das Gotteslamm

Am vierten Altar

In der Kirche St. Peter

Samstag, 19. Mai 2012

Kreuze , ein Bildstock und eine Hausfigur in Hochspeyer, Ramsen, Hettenleidelheim, Sausenheim und in der Umgebung von Neustadt


1. Das Torstensonkreuz bei Hochspeyer. Manches darüber weiß Fred Weinmann zu berichten, der schon oft erwähnte Kreuzforscher und Heimatkundler. Näheres dazu siehe hier. Der Standort dieses interessanten Kulturdenkmals befindet sich an der B 39 in Richtung Kaiserslautern, am westlichen Ortsausgang. Es steht oberhalb der Straße an einer Böschung.


2. Ramsen. Ein liebevoll geschmücktes Kreuz am östlichen Ortsrand. Der Korpus scheint aus Eisenguss gefertigt zu sein. Das findet man oft in der Gegend um Eisenberg. Der künstlerische Eisenguss war in dem Gebiet um Pfrimm, Eis -und Eckbach eine Domäne der Eisenhüttenwerke Gienanth. Siehe auch hier!


3. Hettenleidelheim, Kreuz in der Ortsmitte. Über die Dorf - und Feldkreuze von Hettenleidelheim hat Karl Blum ein Büchlein verfasst, das einer Schriftenreihe des Heimatmuseums angehört. "Gott ist's, waß uns daß bilt Thut lehren" - so lautet der Titel.(Hrsg: Heimatmuseum Hettenleidelheim, Archiv Karl Blum e.V.) Demnach stammt das originale Kreuz, das hier stand, aus dem Jahr 1747 und ist eventuell eine Zuwendung des Wormser Bischofs an die Gemeinde gewesen. Landesherr über Hettenleidelheim war zu dieser Zeit der Fürstbischof Georg Franz Graf von Schönborn (1732 - 1756). Jetzt steht hier eine Nachbildung. Das wertvolle alte Kreuz wurde, um es vor weiterer Verwitterung zu schützen, nach Blum in die Hettenleidelheimer Friedhofshalle verbracht. Zuvor wurde es 1996 von dem Bildhauer Theo Rörig renoviert. Es steht aber noch der alte Sockel mit der Inschrift:

NAM DEUS EST, QUOD IMAGO
DOCET, SED NON DEUS IPSA
HANC VIDEAS SED MENTE COLAS
QUOD CERNIS IN IPSA:
7. CONCIL NYZEN ANN 787

Gott ist's, waß uns daß Bilt Thut Lehren
Dasselbe nicht Gott selbsten ist.
So schau es ahn, Gott solst verehren,
Der dir hier vorgestellet ist.
1.7.4.7
 Laut Karl Blum ist der Text kaum mehr zu entziffern, die Wiedergabe folgt der "Erfassung aller religiösen Flurdenkmäler durch die Gemeinde, abgeschlossen am 20.12.1966, gezeichnet (Robert) Kaiser."


4. Hettenleidelheim, auf dem Weg zum Margarethenhof - so hat unser Vater unter dieses Foto geschrieben. Nach der Schrift des Heimatmuseums Hettenleidelheim handelt es sich um das Feld - und Wegekreuz "Simon und Peter Schmidt" von 1869. Das Kreuz ist fast 3 m. hoch und steht auf einem 80 cm hohen Steinsockel. Wahrscheinlich wurde es von der Eisengießerei Gienanth im benachbarten Eisenberg gefertigt. Im unteren Drittel des Kreuzstammes ist eine nach unten gekehrte Fackel abgebildet, Zeichen für das erlöschende Leben. Auf den Querbalken liest man die Namen der Stifter:
 Errichtet von Simon Schmidt und dessen Sohn Peter Schmidt von Hettenleidelheim, 1869
Auch der steinerne Sockel ist beschriftet. Da auf dem Foto schwer leserlich, habe ich sie dem Buch von Karl Blum entnommen.

Es ist vollbracht. Joh. Cap. 19 V 30

Hör, Wanderer, was Jesus lehrt,
wer an mich glaubt und mich verehrt,
Der lebt und kommt nicht ins Gericht
und sieht den Tod auf ewig nicht.

Vater und Sohn Schmidt waren Landwirte, Tongräber und Bierbrauer. Das Feldkreuz steht in der "Erdekaut" einer wirklich sehenswerten Landschaft, entstanden aus den Überresten der Tongruben um Eisenberg - mehr Infos hier!


5. Das Feldkreuz Blum in Hettenleidelheim. Es steht im "Beetenweg", dort trifft man außerdem noch zwei ganz ähnliche Kreuze an. Wieder handelt es sich um Erzeugnisse des Gußwerkes Gienanth. Das Feldkreuz Blum ist an den Querbalken reich und filigran verziert. Am unteren Ende des Kreuzesstamms ist ein Engel mit erhobenem Schwert aufgegossen. Um die Christusfigur kann man die Namen der Stifter lesen:
Errichtet von den Eheleuten Franz und Magdalena Blum. 1864

Da ich in der Nähe von Eisenberg meinen Arbeitsplatz habe, hatte ich im Vorüberfahren immer mal wieder Feld - und Wegekreuze gesehen und meinen Vater darauf aufmerksam gemacht. Eines Tages hatte er mich besucht, und in der Mittagspause zeigte ich ihm die oben beschriebenen. (Wir, seine drei Töchter, waren zu diesem Zeitpunkt schon längst "infiziert" und entdeckten selbst überall diese Denkmäler.) Auf dem Rückweg nach Neustadt kam er dann wohl in Sausenheim an dem folgenden Kreuz vorbei und suchte anschließend erneut bereits bekannte Gebiete auf.


6. Sausenheim


7. Niederkirchen, Bildstock mit Christuskopf, Inschrift auf dem Sockel: Mein Jesus Barmherzigkeit


8. Ruppertsberg - die heilige Familie am Schwesternhaus.Das Haus befindet sich in der Mittelgasse 9. Die Skulptur wurde von H. Pauly, Speyer, gefertigt.


9. "ein vergessenes Wegkreuz bei Königsbach" - so hat Papa dieses Bild unterschrieben.


10. Dieses Kreuz mit geheimnisvollen Buchstaben und das Folgende


11. sind wieder zwei nebeneinander eingeklebte und zugeschnittene Fotos, beschriftet mit "Im Wald auf dem Heidelberg bei Hambach". Es handelt sich um zwei Wetterkreuze. Auch hier hat Fred Weinmann dazu in seinem Werk "Kultmale der Pfalz" einiges zu erzählen. Die Buchstaben stehen für den sogenannten Benedictus - Segen: "Crux sacra sit mihi lux / non draco sit mihi dux" (Es sei das heilige Kreuz mein Licht, der Drache sei mein Führer nicht). 


12. altes Steinkreuz bei der Kirche in Kirrweiler. Hierzu findet sich Literatur bei Rudolf Wild ( siehe unsere Linkliste) und bei Fred Weinmann. Das alte Kreuz soll aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammen. In die Vorderseite ist ein Spaten eingemeißelt.


13. in den Weinbergen bei Maikammer. Ein sehr beeindruckendes Kreuz. In der Mitte zwischen den Kreuzesbalken ist ein Herz eingemeißelt, umgeben von Zweigen. Auf dem Kreuzarmen befindet sich eine Inschrift, die noch nicht ganz entziffert werden konnte: "Es sei ferne von uns / dass mir und...." Bestimmt werden wir noch etwas dazu herausfinden!


14. Schlichtes Wegkreuz bei Edesheim, mit schönem Blumenschmuck. 



15. Mit Bild 14 auf einer Seite, bezeichnet als "Schlichtes Wegkreuz bei Edenkoben".